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Treffen vor dem Gipfel

G7-Gipfel: Biden und Johnson planen Neuauflage der Atlantik-Charta von 1941

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Joe Bidens erste internationale Reise seit Amtsantritt bringt ihn auch zum G7-Gipfel. Es wird erwartet, dass er eine großzügige Impfstoff-Spende verkünden wird.

Cornwall - Im Vorfeld des G7-Gipfels der sieben größten Industrienationen sind bereits erste Pläne bekannt geworden. So ist eine Neuauflage der Atlantik-Charta von 1941 geplant. Am Donnerstag (10.06.2021) kommen US-Präsident Joe Biden und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson für ein Treffen zusammen.

„Vor 80 Jahren standen der US-Präsident und der britische Premierminister zusammen und versprachen eine bessere Zukunft. Heute tun wir dasselbe“, erklärte Johnson mit Blick auf das Meeting in Cornwall vor dem G7-Gipfel. Er möchte eine enge Zusammenarbeit mit Washington forcieren, denn diese sei „entscheidend für die Zukunft der Stabilität und des Wohlstandes der Welt“.

Vor dem G7-Gipfel: Joe Biden und Boris Johnson über Neuauflage der Atlantik-Charta

„Die Vereinbarungen, die Präsident Biden und ich heute treffen werden und die in unseren gemeinsamen Werten und Ansichten verwurzelt sind, werden die Grundlage für eine nachhaltige globale Erholung bilden“, betonte Boris Johnson. Doch welche Aspekte wird die Neuauflage der Atlantik Charta beinhalten, in der 1941 Franklin D. Roosevelt und Winston S. Churchill gemeinsame Grundsätze erklärten? Dazu hieß es aus Londoner Regierungskreisen, dass sowohl globale Verteidigung und Sicherheit als auch der Kampf gegen den Klimawandel und der Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie Kernaspekte sein werden.

Atlantik Charta
Erstveröffentlichung14.08.1941
AutorenFranklin D. Roosevelt und Winston S. Churchill
Annahme durch Interalliierten Rat24.09.1941

Außerdem wird erwartet, dass auch die Wiederaufnahme des Reiseverkehrs zwischen den USA und Großbritannien nach Corona und Abkommen für eine engere Zusammenarbeit im Technologiesektor wichtige Themen sind. Ausbleiben dürften dagegen Fortschritte im Hinblick auf ein breiteres Handelsabkommen.

Vor dem G7-Gipfel: Keine Fortschritte zu Handelsabkommen zwischen USA und Großbritannien erwartet

Reibungspunkt im Hinblick auf ein Handelsabkommen ist die Nordirland-Politik von Boris Johnson. Von Joe Biden wurde Londons Bestreben scharf kritisiert, von den Verpflichtungen gegenüber Nordirland im Rahmen des Brexit-Abkommens mit der EU abzurücken. Angesichts dessen warnte der US-Präsident, dass dadurch der Erfolg eines Handelsabkommens zwischen Großbritannien und den USA gefährdet werden könnte.

London ist die erste Station der Europareise von Joe Biden kurz vor dem G7-Gipfel in Carbis Bay. Nach seiner Landung mit der Air Force One am Militärflugplatz Mildenhall hatte der US-Präsident erklärt: „Die Vereinigten Staaten sind zurück“. Für den am Freitag (11.06.2021) beginnenden G7-Gipfel wird erwartet, dass gemeinsam über Themen wie die Folgen der Corona-Pandemie, Klima- und Artenschutz, aber auch die Stärkung gemeinsamer demokratischer Werte beraten wird.

Joe Biden, Präsident der USA, salutiert, bevor er an Bord der Air Force One geht. Bei seiner ersten Europareise seit Amtsantritt wird er auch am G7-Gipfel teilnehmen.

Nach dem G7-Gipfel: US-Präsident Joe Biden trifft auf Wladimir Putin

Aus Medienberichten geht außerdem hervor, dass Joe Biden eine großangelegte Impfstoff-Spende verkünden wird. Sie soll demnach 500 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer umfassen, die die USA zum Selbstkostenpreis kaufen will. Anschließend soll der Corona-Impfstoff dann anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 200 Millionen ausgeliefert werden. Bisher waren lediglich 80 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs bis Ende Juni vonseiten der USA angekündigt, 60 Millionen davon vom Hersteller Astrazeneca.

Am Ende der Reise von Joe Biden wartet das wohl schwierigste Aufeinandertreffen des US-Präsidenten. Am Mittwoch (16.06.2021) wird er sich in Genf mit Russlands Staatschef Wladimir Putin treffen. Offenbar plant Biden, zur Bündnispolitik zurückzukehren, von der sich sein Vorgänger Donald Trump immer weiter distanziert hatte. Kurz vor seinem Abflug betonte Biden: Das Ziel seiner ersten Europareise sei es, Russland und China zu verdeutlichen, dass „Europa und die USA zusammenhalten“. (slo mit AFP)

Die G7-Staaten einigen sich auf einen globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen. Einwände kommen auch aus der EU.

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/dpa

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