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Corona-Regeln

Friseure haben wieder geöffnet – Das müssen Kunden beachten

  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
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Friseure dürfen seit Montag wieder öffnen. Für Kund:innen und die Friseur-Salons selbst gelten jedoch bestimmte Corona-Regeln.

  • Bund und Länder beschließen beim Corona-Gipfel eine Lockdown-Verlängerung. Beim Thema Schulen muss sich Angela Merkel dem Druck der Länder beugen.
  • Friseure dürfen bereits seit Montag (1. März) wieder öffnen.
  • Worauf Kund:innen beim Friseurbesuch achten müssen.

Update vom Samstag, 27.02.2021, 13.30 Uhr: Am Montag öffnen die Friseure wieder ihre Pforten - endlich. Die Matte kommt ab, die neue Tönung kommt drauf und zumindest ein von der Corona-Pandemie finanziell gebeutelter Berufsstand verdient wieder Geld. Doch die Lockerungen ab 1. März sind an Bedingungen geknüpft. Friseure wie Kundinnen und Kunden müssen einige Hygienevorschriften beachten.

Das sind die Corona-Regeln für den Friseur-Salon:

  • Es muss ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Es besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP- oder FFP2-Maske).
  • Die Umhänge werden nach jedem Kunden gewechselt.
  • Der Arbeitsplatz wird nach jedem Kunden desinfiziert.
  • Jeder Person muss eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern zur Verfügung stehen. (Ausnahmen nur bei kleinen Betrieben mit Salongrößen bis 20 qm)
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Friseur: Diese Corona-Regeln gelten für Kunden

Auch die Kundinnen und Kunden haben einige Regeln beim Friseurbesuch zu beachten:

  • Ein Haarschnitt ist nur mit einem Termin möglich.
  • Der Zutritt ist nur mit Mund-Nasen-Schutz nach der jeweiligen Verordnung des Bundeslandes erlaubt.
  • In Bayern sind FFP2-Masken verpflichtend.
  • Die Hände müssen nach Betreten des Salons desinfiziert oder gewaschen werden.
  • Der Friseurtermin sollte - wenn möglich - ohne Begleitperson wahrgenommen werden.

Corona: Friseure öffnen bald – Das müssen Kunden beachten

Update vom Freitag, 12.02.2021, 12.30 Uhr: Ab dem 01.03.2021 dürfen Friseure in Deutschland wieder öffnen. Das ist eines der Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland vom Mittwoch (10.02.2021). Durch diese Entscheidung kommt es zum kollektiven Aufatmen in der Friseur-Branche. Damit endet die Zeit der Ungewissheit, Mitarbeitende können nach der Kurzarbeit wieder voll in das Berufsleben einsteigen.

Für Kundinnen und Kunden ändert sich viel beim Friseurbesuch. Vor allem Geduld ist gefragt – die Corona-Regeln im Überblick.

  • Friseur-Termin: Spontane Friseurbesuche adé. Wer keinen Termin beim Friseur vereinbart, wird abgewiesen. Somit könnte es Anfang März einen regelrechten Run auf die Friseurgeschäfte und wenige Termine geben.

    Für Männer könnte hilfreich sein, Friseurläden, die vorwiegend Frauenfrisuren frisieren, zu meiden, da extreme Wartezeiten auf einen Termin entstehen können. Männerhaarschnitte benötigen im Durchschnitt weniger Zeit.
  • Maskenpflicht: In Friseursalons muss eine Maske getragen werden. Welche Maske notwendig ist, ist regional unterschiedlich.
  • Mindestabstand: Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss gewährleistet sein. Daraus ergibt sich, dass Kundinnen und Kunden womöglich nicht nebeneinander im Wartebereich Platz nehmen dürfen oder beispielsweise, dass beim Waschen der Haare ein Waschbecken zwischen ihnen freibleiben muss.
  • Keine Trockenhaarschnitte: Diese Regel ist bereits aus vorigen Lockerungsphasen in Deutschland bekannt. Trockenhaarschnitte sind verboten. Allen müssen die Haare gewaschen werden. Trockenhaarschnitte gelten als besonders günstig, insbesondere für Männer, und sind deshalb sehr beliebt.
  • Preise: Wie viel Geld im Endeffekt für einen Haarschnitt verlangt wird, hängt logischerweise vom Aufwand ab. Jedoch dürften die Preise nicht gerade fallen. Allein durch den verpflichtenden Aspekt des Haarewaschens dürfte es einen Aufpreis geben, den es jedoch bereits in der vergangenen Lockerungsphase gab.

Friseure dürfen wieder öffnen: Neue Corona-Regeln für Deutschland im Überblick

Update vom Donnerstag, 11.02.2021, 09.35 Uhr: Bund und Länder haben sich am Mittwoch (10.02.2021) auf eine Lockdown-Verlängerung in Deutschland bis zum 07.03.2021 geeinigt. Für Kitas, Schulen und Friseure gelten allerdings abweichende Regelungen. Ein Überblick:

  • LOCKDOWNVERLÄNGERUNG: Die bestehenden Regelungen sollen bis zum 7. März gelten, die Bundesländer ihre Corona-Verordnungen entsprechend anpassen. Private Zusammenkünfte sind weiter nur mit einem Menschen aus einem anderen Haushalt erlaubt. Im Nahverkehr und in Geschäften müssen medizinische Masken getragen werden, ebenso am Arbeitsplatz, wenn mehrere Menschen zusammenkommen. Grundsätzlich sollen aber alle Arbeitgeber möglichst Homeoffice anbieten.
  • KITAS UND SCHULEN: Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder sollen als erste wieder schrittweise geöffnet werden. Über das Wie und Wann sollen die Länder entscheiden. Masken, regelmäßiges Lüften und Hygienemaßnahmen seien weiter notwendig, heißt es im Beschluss. Wo immer möglich, sollen medizinische Masken verwendet werden. Vermehrt sollten auch Schnelltests einen sicheren Unterricht und Betreuung ermöglichen.
  • Die Länder sollen darüber hinaus ihre Anstrengungen vergrößern, „die Digitalisierung des Lernens zu befördern“. Bund und Länder bitten außerdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), in Absprache mit der Gesundheitsministerkonferenz zu prüfen, ob Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte früher geimpft werden können.
  • FRISEURE: Friseursalons sollen ab dem 1. März wieder öffnen können, allerdings unter Hygieneauflagen. Der Zustrom von Kunden soll mit Reservierungen gesteuert werden. Zudem soll es eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken geben.
  • ZIELINZIDENZ 35: Der nächste Schritt zur Öffnung kann laut dem Beschluss von den Ländern bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegangen werden. Dieser Schritt wäre die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung der Zahl der Kunden auf einen pro 20 Quadratmeter und die Öffnung von Museen, Galerien und körpernahen Dienstleistungsbetrieben. Benachbarte Gebiete mit unterschiedlich hoher Inzidenz sollen Maßnahmen ergreifen, um Reisen zum Einkaufen zu vermeiden. Das konkrete weitere Vorgehen soll am 3. März besprochen werden.
  • LANDKREISE MIT HOHER INZIDENZ: Wo besonders viele Infektionen stattfinden und die Sieben-Tage-Inzidenz höher liegt als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sollen die Länder und Landkreise weitere Maßnahmen beibehalten oder ausweiten.
  • IMPFUNGEN: Bund und Länder halten am Ziel fest, dass allen Bürgern bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann. Weiterhin soll der Bund die Beschaffung der Impfstoffe organisieren, die Länder sind verantwortlich für die Impfungen selbst.
  • ALTENHEIME: Die Gesundheitsministerkonferenz wird gebeten, Empfehlungen für eine Erweiterung der Besuchsregeln zu erarbeiten. Es geht vor allem darum, in welchem zeitlichen Abstand zur Zweitimpfung die Regeln gelockert werden können.
  • ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN: Ab sofort sind Anträge für die Überbrückungshilfe III für vom Lockdown betroffene Unternehmen möglich.
  • KONTAKTNACHVERFOLGUNG: Die Länder sollen sicherstellen, dass künftig alle Gesundheitsämter Software nutzen, um Kontaktketten von Infizierten besser nachverfolgen zu können.

Corona-Beschlüsse: Friseure sollen wieder öffnen – Merkel setzt sich nur zum Teil durch

+++ 16.55 Uhr: Bund und Länder haben sich geeinigt. Friseure sollen in Deutschland ab dem 01.03.2021 wieder öffnen dürfen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Teilnehmerkreise der Beratungen.

Demnach gilt allerdings ein strenges Hygienekonzept in den Friseurläden. Kanzlerin Merkel setzte sich somit gegen die Bundesländer durch. Die Länder hatten den 22.02.2021 als Öffnungstermin für Friseure vorgeschlagen.

+++ 15.55 Uhr: Die Bundesländer haben ein eigenes Strategiepapier zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie vorgelegt. Es enthält unter anderem Vorschläge, welche die Friseurbranche betreffen, als Passagen.

Für Friseure und gegebenenfalls auch andere Angebote „hygienisch notwendiger körpernaher Dienstleistungen“ schlägt das Länderpapier eine Öffnung am 22.02.2021 vor. Auch hier steht das genaue Datum aber noch in einer eckigen Klammer. Zur Begründung für die Priorität bei Friseuren heißt es weiter: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind.“

+++ 14.15 Uhr: Die Corona-Beratungen zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen haben begonnen.

+++ 13.40 Uhr: In der Beschlussvorlage der Bund-Länder-Beratungen heißt es: „Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den betrieb ab 1. März 2021 wieder aufnehmen.“ Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend.

Begründet wird dieser Schritt mit der „Bedeutung für die Körperhygiene“.

+++ 13.00 Uhr: Die Corona-Krise setzt der Friseurbranche zu. Zahlreiche Unternehmen und Betriebe stehen am finanziellen Abgrund. „Unser Betrieb hat alle Hygienestandards erfüllt. Wenn ich bei Spaziergängen sehe, wie teils auf dem Bau ohne Abstand und ohne Masken gearbeitet wird, dann ist die Zwangsschließung für uns ungerecht. Die Politik lässt uns im Stich“, erzählt ein Friseur aus Mainz der „Tagesschau“.

Der Friseur betont zudem, dass er von einem Boom der „Schwarzarbeit“ ausgeht. Seine Kollegen, die offenbar schwarz arbeiten, will er dennoch nicht verurteilen: „Die Not ist groß.“

+++ 11.20 Uhr: „Es ist vielen Bürgerinnen und Bürgern ein Anliegen, dass der Wuschelkopf wieder abkommt“, sagt Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD) im Radio.

+++ 10.50 Uhr: Viele Friseure, Kosmetiker, Maßschneider, Gold- und Silberschmiede stünden derzeit kurz vor dem Kollaps - auch weil versprochene Hilfsgelder vielfach noch nicht angekommen seien, betont Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer gegenüber der „Rheinischen Post“.

„Wenn verhindert werden soll, dass tausendfach Betriebsinhaber die Scherben ihres Lebenswerkes aufkehren und tausende Beschäftigte ihre Arbeit verlieren, müssen unsere Handwerksbetriebe schnellstmöglich, und sobald es epidemiologisch zu vertreten ist, wieder öffnen können“, so Wollseifer.

Corona-Gipfel: Friseure sollen in Deutschland früher öffnen dürfen

+++ 10.17 Uhr: Die Öffnung von Friseurbetrieben zum 1. März wird begründet mit der „Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene“. Es seien „erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen“.

+++ 10.05 Uhr: Auch in Sachen Schulen und Kitas sind vor dem Corona-Gipfel mit Bund und Ländern geplante Beschlüsse durchgesickert: Die Länder sollen laut der Vorlage eigenständig über die Öffnung von Schulen und Kitas bestimmen. „Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung”, heißt es in dem Papier, das am Mittwochmorgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde. Es trägt die Uhrzeit 7.40 Uhr und lag der „Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor. Grundsätzlich wird darin eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März vorgeschlagen.

Update vom Mittwoch, 10.02.2021, 09.45 Uhr: Nachdem eine Beschlussvorlage für weitere Maßnahmen bereits vor dem heutigen Corona-Gipfel bekannt geworden war, in der eine Lockdown-Verlängerung nicht datiert wurde, gibt es jetzt offenbar Aussicht auf ein Datum: Wie die Nachrichtenagentur „AFP“, der die geplanten Beschlüsse vorliegen, berichtet, ist eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März geplant.

Außerdem sollen demnach Friseure trotz der Lockdown-Verlängerung schon ab dem 1. März wieder öffnen können. In dem Papier heiße es: „Friseurbetriebe können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken den betrieb ab 1. März 2021 wieder aufnehmen.“ Einige Länderchefs plädierten allerdings für eine noch frühere Öffnung. Weitere Öffnungen sollen an eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von unter 35 gekoppelt sein.

Corona-Gipfel: Schulen, Kitas, Friseure – Beschlussentwurf durchgesickert

Erstmeldung vom Dienstag, 09.02.2021, 16.13 Uhr: Berlin - Es hatte sich angebahnt: Deutschland steht vor der nächsten Lockdown-Verlängerung. Am Mittwoch kommen erneut Bund und Länder zum Corona-Gipfel zusammen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, geht aus dem gemeinsamen ersten Beschlussentwurf hervor, dass der Lockdown verlängert wird und die aktuell geltenden Corona-Regeln weiterhin Bestand haben sollen.

Im Entwurf heißt es demnach, dass die Maßnahmen „bis zum XXX März“ verlängert werden sollen. Unklar bleibt damit, ob damit der 1. März oder aber ein anderer Tag im März gemeint ist. Eindeutiger ist der Grund der geplanten Verlängerung: die Mutationen des Virus. Auch SPD-Politiker und Mediziner Karl Lauterbach warnte jüngst vor einer dritten Welle im März.

Lockdown-Verlängerung in Deutschland bis März? Welche Corona-Regeln weiterhin gelten sollen

Doch welche Corona-Regeln werden, sollte Beschlussvorlage von Bund und Länder auch tatsächlich durchgewunken werden, in Deutschland gelten? Eine Übersicht:

  • Jeder Haushalt darf sich nur mit einer weiteren, nicht dem Haushalt angehörenden Person treffen.
  • Die Maskenpflicht bleibt bestehen.
  • Appell, nicht notwendige Reisen zu unterlassen.
  • Hygienekonzepte sollen gegebenenfalls an die neuen Varianten angepasst werden.
  • Chefs der Staatskanzleien sind dazu angehalten, eine „sichere und gerechte“ Öffnungsstrategie zu erarbeiten. Priorität hat dabei Betreuung und Bildung.

Corona-Lockerungen? Was jetzt mit Schulen und Kitas ist

Streitthema Nummer eins bleiben mögliche Lockerungen bzw Öffnungen von Schulen und Kitas. Laut „Spiegel“ ist Bundeskanzlerin Angela Merkel strikt gegen eine derzeit viel diskutierte Teilöffnung vor dem 1. März. Wie Medien übereinstimmend berichten, soll die Kanzlerin schon am Montagabend in einer Schalte mit CDU/CSU-Ministerpräsidenten für eine öffnungsfreie Lockdown-Verlängerung plädiert haben. Auch die meisten Ministerpräsidenten tendieren offenbar dazu.

Bliebe es bei der Lockdown-Verlängerung bis März, wäre dies gleichbedeutend damit, dass weder Schulen, Kitas oder auch Friseure vor Monatsende wieder öffnen können.

Lockerungen statt Lockdown-Verlängerung: Welche Länder aus der Reihe tanzen könnten

Doch nicht alle Länder stimmen Merkel in puncto Schulen und Kitas zu. Laut „Bild“ plädieren Hessen, Sachsen und Baden-Württemberg dafür, die Schulen teilweise schon ab 15. Februar wieder zu öffnen. Auch Unions-intern soll Merkel auf Gegenwehr stoßen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer etwa hatte sich bereits öffentlich pro Lockerungen ausgesprochen.

Ähnliche Töne hatten zuvor schon die Kultusministerinnen und -minister der Länder angestimmt, sofern die aktuellen Corona-Zahlen weiter sinken. Am Dienstag hatten die Ministerinnen und Minister einen entsprechenden Beschluss veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: „Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden.“ Das letzte Wort scheint hier noch nicht gesprochen.

Corona in Deutschland: Was passiert ab 1. März?

Ab 1. März könnte Deutschland wieder schrittweise aus dem Lockdown hochgefahren werden. Bedingung ist natürlich, dass die Corona-Zahlen sinken. Laut „Business Insider“ sollen dabei vor allem die Inzidenzwerte 35, 20 und 10 eine Rolle spielen. Noch wird aber offenbar über die genauen Kriterien beraten. Problem stellt vor allem die Gefahr der Mutationen dar, die nur schwer durch geeignete Indikatoren abzuschätzen ist.

Relativ sicher gilt, dass auch der Corona-Gipfel am Mittwoch keinen detaillierten Stufenplan für die kommenden Monate hervorbringen wird. „Business Insider“ berichtet hier vielmehr von einem groben Raster, in dem die Länder Spielraum bekommen. Darin enthalten könnten bestimmte Werte sein, wann Geschäfte beispielsweise wieder öffnen können. Viel könnte, würde, wenig wird, soll.

Lockdown bis März? Was passiert mit der Wirtschaft?

Kritik hagelt es ob einer möglichen Lockdown-Verlängerung auch vermehrt aus der Wirtschaft. Zuletzt hatten Wirtschaftsvertreter ein Ende des Lockdowns nach dem 14. Februar gefordert. Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, hatte betont: „Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen schleunigst eine realistische Öffnungsperspektive. Ansonsten werden wir Zehntausende Geschäfte verlieren.“

Zudem forderte der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in einem offenen Brief, spätestens ab 1. März wieder „abgesichert“ zu öffnen. Sonst sei das Überleben zahlreicher Betriebe in Gefahr. (nc/tu/dpa)

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert

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