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Friedrich Merz (CDU)
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Friedrich Merz kämpft um die CDU-Kanlzerkandidatur. (Archivfoto)

Vergleich mit US-Präsident

Vernichtendes Urteil: US-Zeitung vergleicht Friedrich Merz mit Donald Trump

  • Luisa Ebbrecht
    vonLuisa Ebbrecht
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Die US-amerikanische Zeitung Politico betitelt den Bewerber um den CDU-Vorsitz Friedrich Merz als den deutschen Donald Trump. Was ist dran an der Behauptung? 

Berlin - Wegen Corona ganz in den Hintergrund geraten ist die anstehende Bundestagswahl im September 2021. Dabei ist es schon jetzt äußerst spannend - mit Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen kämpfen gleich drei Kandidaten um den CDU-Vorsitz.

Friedrich Merz macht negative Schlagzeilen

Während es um Laschet und Röttgen medial eher still ist, musste sich Friedrich Merz in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt mit negativen Schlagzeilen auseinandersetzen.

So landete er auf verschiedenen Titelblättern, weil er in der Verschiebung des CDU-Parteitags ein geplantes Manöver sah, um ihn als Parteivorsitzenden zu verhindern. Zuletzt geriet er in die Schlagzeilen, weil er sich in der Talkshow von Anne Will in der ARD zum Thema Gendern äußerte. Demnach sei ihm Gendern egal, er sagte: „Wir haben andere Probleme“.

Rennen um die CDU-Kanzerkandidatur: Ist Friedrich Merz der deutsche Donald Trump?

Aber nicht nur in Deutschland ist Friedrich Merz aufgrund seiner kontroversen Aussagen bekannt - auch internationale Zeitungen berichten über den möglichen Merkel-Nachfolger. So auch die US-Amerikanische Zeitung „Politico“, die ihn sogar als deutschen Donald Trump bezeichnet.

In einem Artikel vom 27.11.2020 wird Friedrich Merz als „kämpferischen alten Weißen, der in einem Atemzug von Schwulen und Pädophilen spricht“, beschrieben. Überrascht zeigt sich der Autor von dem Erfolg, den der ehemalige Schützling vom konservativen Wolfgang Schäuble trotz seiner Aussagen hat. In den letzten Jahren habe sich Merz „ein kleines Vermögen“ verdient und sich als Liebling des rechten Flügels der CDU etabliert.

Nachdem Angela Merkel 2018 von ihrem Amt als Parteivorsitzende zurückgetreten war, tauchte Merz im Rennen um ihre Nachfolge wie aus dem Nichts auf. Dann folgte ein kurzzeitiger Rückschlag, als Kramp-Karrenbauer anstatt ihm zur Parteivorsitzenden wurde. Zwei Jahre später entschied sich Kramp-Karrenbauer spontan zum Rücktritt. Dies bot Friedrich Merz die langersehnte Chance im Rennen um den CDU-Vorsitz und wahrscheinlich auch die Kanzlerkandidatur - wären da nicht Armin Laschet und Norbert Röttgen.

Innerer Donald Trump: Friedrich Merz tätigt kontroversen Aussagen

Laut der US-Zeitung „Politico“ präsentiere sich Friedrich Merz nun als Außenseiter, der immer wieder mit wirren Aussagen in die Medien gerate - ähnlich wie Donald Trump. Der abgewählte US-Präsident twittert seit dem Beginn seiner Amtszeit vor vier Jahren täglich und hat dabei schon viele kontrovers diskutierte Aussagen getätigt.

Nachdem der Demokrat Joe Biden die US-Wahl 2020 gewann, hatte Trump mehrfach das Wahlsystem und die Verlässlichkeit der Wahl angezweifelt. Auch hier zieht der „Politico“-Autor eine Parallele zu Friedrich Merz. Er habe seinen inneren Trump kanalisiert, als er angedeutet habe, dass sich das Establishment verschworen habe, um seine Kandidatur zu untergraben.

Auf die Frage im September, ob er Einwände dagegen hätte, dass ein Homosexueller Kanzler wird, sagte er „Nein“ und fügte hinzu: Sexuelle Orientierung geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange es legal ist und keine Kinder involviert - für mich eine absolute Grenze - ist es kein Thema für öffentliche Diskussionen.“ 

Viele Politiker - auch CDU-Mitglieder kritisierten Friedrich Merz für diese Aussage scharf. Erneut behauptete Merz, dass unbenannte Kräfte gegen ihn einen Komplott schmiedeten und absichtlich seine Worte verdrehten, um ihn zu untergraben.

Umschwung in der deutschen Politik? Friedrich Merz könnte für Strukturwechsel sorgen

Friedrich Merz würde als Kanzler für die Politik in Deutschland eine 180-Grad-Wendung bedeuten. Die konsensorientierte Arbeitsweise Merkels und die kontroverse Strategie von Merz könnten unterschiedlicher nicht sein. Es stellt sich die Frage, ob Deutschland für einen solchen Strukturwechsel bereit ist. Falls Friedrich Merz im Januar zum CDU-Vorsitzenden gewählt wird, wird es sich im September bei der Bundestagswahl zeigen. (Luisa Ebbrecht)

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