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Innenpolitik

Friedrich Merz will in den Bundestag: Sauerländer verkündet Kandidatur

  • VonMirko Schmid
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  • Matthis Pechtold
    Matthis Pechtold
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Friedrich Merz bewirbt sich um eine Kandidatur für die Bundestagswahl. Um auf die bundespolitische Bühne zurückzukehren, muss er sich einer Kampfkandidatur stellen.

  • Friedrich Merz hat die Wahl des CDU-Parteivorsitzenden Mitte Januar 2021 verloren – nichtsdestotrotz liebäugelt er wieder mit einem politischen Mandat.
  • Bei der Bundestagswahl 2021 könnte er im Hochsauerlandkreis als Direktkandidat antreten, einzelne Stadtverbandsvorsitzende haben ihn als Kandidaten angefragt.
  • Friedrich Merz (CDU) ist einer Kandidatur gegenüber „nicht abgeneigt“.

Update von Dienstag, 02.03.2021, 22.37 Uhr: Friedrich Merz wirft seinen Hut in den Ring. Der CDU-Politiker, der zweimal hintereinander knapp im Rennen um den Bundesvorsitz der Partei unterlegen war, möchte zurück in den Bundestag. Das hat der Sauerländer jetzt offiziell bekannt gegeben. Zuvor hatte Merz die Vorsitzenden der Ortsverbände und Kreisvorsitzenden der NRW-CDU über sein Vorhaben informiert.

Um sich die Direktkandidatur für den Bundestag im Hochsauerlandkreis zu sichern, muss Friedrich Merz allerdings zunächst an Patrick Sensburg, Experte für Innenpolitik der CDU/CSU-Fraktion, vorbei. Der Jurist und Professor an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen in Münster kündigte gegenüber dem „Spiegel“ bereits an, nicht einfach für Friedrich Merz weichen zu wollen: „Ich bleibe dabei: Ich trete wieder an. Wenn es sein muss, scheue ich auch keine Kampfkandidatur.“

Friedrich Merz feilt am Comeback: Rückkehr in den Bundestag möglich

Erstmeldung von Montag, 01.03.2021, 13.10 Uhr: Hagen - Friedrich Merz (CDU) könnte 2021 in den Bundestag zurückkehren. Wie die „Westfalenpost“ am Montag (01.03.2021) berichtet, haben mehrere Stadtverbandsvorsitzende im Hochsauerlandkreis Merz als Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021 angefragt. Merz sei „nicht abgeneigt“, wie er der Zeitung zufolge sagte. Das Direktmandat des Wahlkreises hält aktuell der CDU-Politiker Patrick Sensburg. Außerdem nominierte der Mescheder Stadtverband am Wochenende den 35-jährigen Politiker Bernd Schulte für den Bundestagswahlkampf.

Ob Sensburg, der seit 2009 im Bundestag sitzt, erneut antreten möchte, ist derzeit nicht bekannt. Sollte Schulte allerdings kandidieren wollen, müsste Friedrich Merz erneut gegen einen innerparteilichen Mitbewerber antreten. Zuletzt misslang ihm das bei der Wahl des CDU-Vorsitzes Mitte Januar 2021. Seitdem scheint er auf Harmonie zu setzen: Er wolle „keine offene Feldschlacht“ um die Kandidatur im Sauerland, sagte Merz laut „Westfalenpost“. Ende April dieses Jahres soll die Entscheidung über den nächsten CDU-Bundestagskandidaten im Hochsauerlandkreis fallen.

Bundestagswahl 2021: Friedrich Merz könnte nach mehr als 12 Jahren wieder Abgeordneter werden

Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Union war von 1994 bis 2009 schon mal Mitglied des Bundestags. Viermal zog er als Direktkandidat im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen ins höchste deutsche Parlament ein, 2007 entschied er dann, bei der Wahl 2009 nicht mehr anzutreten.

Friedrich Merz, hier bei einer Pressekonferenz im Februar 2020, denkt laut über eine Rückkehr in den Bundestag nach.

Friedrich Merz übte danach mehrerer Ämter in der Wirtschaft aus, war unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender für die Investmentgesellschaft Blackrock. Ende 2018 peilte er dann eine Rückkehr in die Bundespolitik an und kandidierte für das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden. Die Wahl verlor er beim CDU-Bundesparteitag am 7. Dezember 2018 knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer. Die gebürtige Saarländerin verlor binnen rund eines Jahres jedoch so viel Macht und Rückhalt in ihrer Partei, dass sie sich Anfang 2020 entschied, das Amt ruhen zu lassen. Corona-bedingt verzögerte sich die Wahl ihres Nachfolgers dann allerdings um rund ein Dreivierteljahr.

Friedrich Merz erwägt Kandidatur für den Bundestag – Die Werte-Union zeigt sich erfreut

Friedrich Merz trat wieder an – und verlor erneut, diesmal in der Stichwahl gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Noch am selben Tag (16.01.2021) brachte er sich öffentlich als Nachfolger von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ins Gespräch. Dem Gesuch erteilte Bundeskanzlerin Angela Merkel kurz darauf über einen Regierungssprecher eine Absage. Ins Präsidium der CDU wollte sich Friedrich Merz – den das US-Magazin „Politico“ schon mit Donald Trump verglich – damals nicht wählen lassen. Das könne „nicht nur Männer aus Nordrhein-Westfalen“ bestehen, wie er damals begründete.

Der Vorsitzende der konservativen Werte-Union, Alexander Mitsch, hat sich bereits für eine Kandidatur von Friedrich Merz ausgesprochen. Er stehe für Politik, mit welcher „letzte Hoffnung“ auf eine „nicht linke CDU und klare Kante gegen grün-rote Bevormundung“ bestehe, sagte Mitsch der Nachrichtenagentur AFP. (Matthis Pechtold mit Informationen von AFP)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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