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Nach Wahldebakel und Maskenaffären

„Führungsversagen“ bei der CDU: Friedrich Merz greift Parteispitze an

  • Ute Fiedler
    vonUte Fiedler
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Während einer internen Videokonferenz kritisieren Teilnehmer laut „Spiegel“ die Parteispitzen der CDU/CSU. Unter den Kritikern ist auch Friedrich Merz.

  • Nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz befindet sich die Union in einer schweren Krise.
  • Friedrich Merz erhebt laut „Spiegel“ während einer Konferenz der MIT von CDU/CSU schwere Vorwürfe.
  • Während der Konferenz ging es auch um Versäumnisse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Berlin - Niederlagen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Maskenaffären, die noch ungeklärte Kanzlerkandidatur – die Union befindet sich derzeit in einer schweren Krise. Im Streit über einen Ausweg und den Kurs der Partei finden nun auch Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU/CSU (MIT) deutliche Worte.

Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge soll Friedrich Merz während einer internen Videokonferenz der MIT der Parteispitze unter anderem Führungsversagen vorgeworfen haben. Einzelne Teilnehmer hätten zudem den Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert. Das Kabinett solle rasch umgebildet werden.

Friedrich Merz: CDU vor Bundestagswahl nicht vorbereitet

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ bezieht sich in seinem Bericht auf Teilnehmerkreise. In der MIT sind die Wirtschaftsflügel der CDU und ihre Schwesterpartei CSU organisiert. In der Konferenz soll es zu heftigen Vorwürfen in Richtung Parteispitze und auch in Richtung Bundesregierung gekommen sein.

Konkret soll Friedrich Merz das Verhalten der Parteispitze im Nachgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scharf kritisiert haben. „Schon die Ergebnisse am Sonntag waren nicht schön. Aber dass am Montag von der Parteispitze so gar keine Reaktion gekommen ist und alle so tun, als sei praktisch nichts passiert, das finde ich irritierend“, zitiert der „Spiegel“ den CDU-Politiker und beruft sich auf Teilnehmer-Kreise. Sechs Monate vor der anstehenden Bundestagswahl am 26. September sei die CDU weder vorbereitet, noch inhaltlich und personell klar aufgestellt, sagte Merz.

Während einer internen Videokonferenz der MIT von CDU/CSU hat Friedrich Merz laut „Spiegel“ der Parteispitze unter anderem Führungsversagen vorgeworfen. (Symbolfoto)

Die Stimmung während der Videokonferenz mit etwa 50 Personen sei angespannt gewesen, berichteten Teilnehmer dem „Spiegel“. Es habe „Fassungslosigkeit“ über die aktuelle Lage der Union und die Passivität führender Unions-Politiker geherrscht.

Neben Friedrich Merz üben weitere CDU/CSU-Politiker deutliche Kritik auch an Angela Merkel

Auf eine klare Linie und Geschlossenheit habe auch MIT-Vorsitzender Carsten Linnemann gedrängt.  „Wir müssen zusehen, dass die Union jetzt eine Programmatik bekommt – sonst war’s das“, heißt es im Spiegel-Bericht. Weitere Redner warfen der Bundespartei und ihrem Vorsitzenden Armin Laschet Planlosigkeit und auch schwere Versäumnisse in der Bekämpfung der Corona-Pandemie vor.

Ein Wahlprogramm will Armin Laschet in den kommenden Wochen erarbeiten lassen. Es soll im Sommer vorgelegt werden. Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur soll zwischen Ostern und Pfingsten fallen. Sowohl Armin Laschet als auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder werden als Kandidaten gehandelt.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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