1. Startseite
  2. Politik

"Friedens-Dschirga" fordert Taliban auf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Delegierte der "Friedens-Dschirga" während einer Rede.
Delegierte der "Friedens-Dschirga" während einer Rede. © Foto: dpa

Die von Präsident Hamid Karsai einberufene "Friedens-Dschirga" in Kabul fordert ein Ende des Krieges in Afghanistan. Die Entscheidungen der "Friedens-Dschirga" sind für die Regierung aber nicht bindend.

Kabul. Die von Präsident Hamid Karsai einberufene "Friedens-Dschirga" in Kabul hat die Regierung und die Taliban zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges in Afghanistan aufgefordert.

Die Ratsversammlung rief die Regierung und die ausländischen Truppen außerdem dazu auf, als "Geste des guten Willens" fehlgeleitete Taliban-Kämpfer aus der Gefangenschaft zu entlassen. Die Entscheidungen der "Friedens-Dschirga" sind für die Regierung nicht bindend.

In der Resolution zum Ende der dreitägigen Versammlung forderten die 1600 Delegierten, Angehörige der Taliban sollten von der UN-Sanktionsliste gestrichen werden. Unklar blieb, ob damit auch die Führung der Taliban unter Mullah Mohammad Omar gemeint war. Die Delegierten verlangten von der Regierung die Einrichtung eines "Höheren Friedensrates", der einen Friedensprozess anführen soll. Dem Rat sollen Angehörige des Parlaments, der Provinzen und der Distrikte angehören.

Die Taliban lehnen die Dschirga strikt ab. Zum Abschluss der Ratsversammlung wollte Karsai zu den Delegierten sprechen. (dpa)

Auch interessant

Kommentare