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Freiheit nicht antasten

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Von: Thomas Kaspar

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In der Frankfurter Rundschau sollte eine Recherche des Ippen-Investigativ-Teams erscheinen: Es geht um Vorwürfe wie Machtmissbrauch im Umgang mit Frauen und weitere Missstände bei Axel Springer SE. Im Mittelpunkt steht „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt.

Verleger Dirk Ippen untersagte dem Investigativ-Team die Veröffentlichung. Die FR hätte den Text gern gedruckt und würde dies auch weiterhin tun.

Wir, die Redaktion der Frankfurter Rundschau, halten fest:

Das Verbot widerspricht allen Regeln der unabhängigen Berichterstattung. Die Entscheidung verletzt den Grundsatz der Trennung von Redaktion und Verlag.

Wir unterstützen den Protestbrief des Investigativ-Teams an Verleger Dirk Ippen. Redaktionelle Unabhängigkeit ist die unabdingbare Grundlage für Qualitätsjournalismus, Vertrauen ist ihr wertvollstes Gut. Dieses darf niemals verletzt werden.

Das Investigativ-Team nennt es seine Aufgabe, „die Öffentlichkeit über Missstände zu informieren und damit zu einem gesellschaftlichen und politischen Willensbildungsprozess beizutragen“. Diesem Anspruch sind auch wir uneingeschränkt verpflichtet – vor allem gegenüber Ihnen, den Leserinnen und Lesern.

Wir fordern unseren Verleger auf, die redaktionelle Unabhängigkeit nicht anzutasten.

Die Redaktion der FR

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