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Die AfD-Fraktion wollte Merkels Entscheidung von Anfang September 2015 überprüfen lassen.
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Die AfD-Fraktion wollte Merkels Entscheidung von Anfang September 2015 überprüfen lassen.

Hachenburg im Westerwald

Freier Eintritt für AfD-Mitglieder zu "Schindlers Liste"

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27.1) haben AfD-Mitglieder in Hachenburg freien Eintritt zum Film "Schindlers Liste".

Ein Kino in Hachenburg im Westerwald bietet AfD-Mitgliedern am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27.1) freien Eintritt zum Film „Schindlers Liste“ – und sorgt damit für Wirbel. Der rheinland-pfälzische AfD-Landeschef Uwe Junge kritisierte die Aktion am Donnerstag auf Twitter: „Ein erneuter plumper Versuch, die AfD in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken!“.

Die Betreiber erklärten hingegen in einer auf der Kino-Homepage veröffentlichten Stellungnahme, Ziel der Aktion sei es, „einen Ort zum Gespräch“ zu bieten: „Wir behaupten überhaupt nicht, AfD-Wähler seien Nazis“, schreiben sie. „Nach unserer Einschätzung lässt das AfD-Parteiprogramm allerdings doch stark auf eine Verharmlosung der damaligen Ereignisse schließen.“ In dem Film „Schindlers Liste“ geht es um Oskar Schindler (1908-1974), einen deutschen Unternehmer, der während des Nazi-Regimes mehr als 1000 Juden vor dem Vernichtungslager gerettet hat.

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering lobte die Aktion des Kinos auf Twitter: „Sind halt Hachenburger, die Haltung zeigen und mit den Mitteln, die dem Kino zur Verfügung stehen, sich klar positionieren.“ Hachenburg im Westerwaldkreis gehört zum Wahlkreis des SPD-Politikers. (dpa)

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