Freie Jobwahl für Ausländer

19. März 1968 DGB dringt auf Gesetzesänderung

Die Aufenthaltsgenehmigung ausländischer Arbeitnehmer soll nicht länger von der Beschäftigung bei einer bestimmten Firma abhängig sein, fordert der DGB Kreisvorstand Frankfurt. Die Frankfurter Gewerkschafter dringen auf eine entsprechende Änderung des Ausländergesetzes. Frankfurts Oberbürgermeister Willi Brundert (SPD) hatte dem DGB zuvor bestätigt, dass auch in Frankfurt "im öffentlichen Interesse" in einigen Fällen so vorgegangen werde. Die Bestimmungen im Ausländergesetz will der DGB nun in Frankfurt mit Bundestagsabgeordneten erörtern und sich über das hessische Innenministerium für eine Änderung einsetzen. Gleichzeitig ruft die IG-Metall spanische Arbeitnehmer auf, sich zu melden, wenn in ihrem Pass der Vermerk steht, dass ihre Beschäftigung bei einer bestimmten Firma Bedingung für die Aufenthaltserlaubnis sei. Kreisvorsitzender Willi Reiß erklärt zur Beschränkung auf Spanier: "Es geht nicht darum, ob es einer ist oder zehntausend sind, entscheidend ist die Tatsache an sich." Niemandem solle die freie Arbeitsplatzwahl verwehrt werden. ana

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