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Segnung homosexueller Paare

Bayerische Landessynode

Der Weg ist frei für Segnungen von Homo-Paaren

In der bayerischen evangelischen Landeskirche ist künftig die offizielle Segnung von homosexuellen Paaren erlaubt.

Die Landessynode, das Kirchenparlament der rund 2,4 Millionen Protestanten im Freistaat, traf in der Nacht auf Donnerstag in Schwabach einen entsprechenden Beschluss. Nach einer kontroversen Debatte votierten in einer geheimen Abstimmung 72 Synodale für die Einführung einer solchen Segnung, 21 dagegen, zwei enthielten sich.

Nach jahrelanger Debatte

Der Abstimmung ging eine jahrelange Debatte voraus: Gegner begründeten ihre ablehnende Haltung mit entsprechenden Bibelpassagen, die nicht mit Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren vereinbar seien. In der nun geltenden Praxis wird daher auch diese Meinung berücksichtigt: Die Pfarrerinnen und Pfarrer sollen ihrem Gewissen verpflichtet sein und dürfen es daher auch ablehnen, solche Segnungen vorzunehmen.

In den meisten der bundesweit 20 evangelischen Landeskirchen können sich gleichgeschlechtliche Paare in einem Gottesdienst öffentlich segnen lassen. Handhabungen und Regelungen dazu unterscheiden sich allerdings mitunter erheblich. In manchen Landeskirchen wird die Segnung Homosexueller einer Trauung gleichgestellt. In anderen ist sie keine offizielle Amtshandlung. Ende November sprach sich die an die bayerische Landeskirche angrenzende Landeskirche Württemberg gegen die Segnung homosexueller Paare aus.

„Wir halten den Dissens aus“

Oberkirchenrat Michael Martin, der maßgeblich an der Beschlussvorlage in Bayern beteiligt war, sagte: „Wir halten den Dissens aus und bleiben trotzdem in einer Kirche zusammen.“ Auch Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm räumte ein, dass es sich um eine „schwierige, emotionale Frage“ gehandelt habe, die die Synodalen auf geschwisterliche Art und Weise behandelt hätten.

Er sei daher dankbar und stolz auf seine bayerische Landeskirche, betonte der Bischof, der ein Befürworter solcher Segnungen ist. Die Diskussion sei ein „Highlight“ gewesen. Den Gegnern zollte er „großen Respekt“. Bedford-Strohm bat sie, weiter engagiert in der Kirche mitzuarbeiten. „Wir brauchen eure Meinung.“ (epd)

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