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Der Papst will keine Homosexuellen in seinen Reihen.

Katholische Kirche

Franziskus: Für gelebte Homosexualität ist im Klerus kein Platz

Papst Franziskus warnt vor der Homosexualität als einer "Modeerscheinung". Mit einem kirchlichen Amt sei gelebte Homosexualität nicht vereinbar.

Papst Franziskus hat vor Homosexualität als „Modeerscheinung“ gewarnt. In den Reihen des Klerus gebe es für gleichgeschlechtliche Liebe keinen Platz, sagte der Papst in einem am Samstag in Rom veröffentlichten Interviewbuch. „In unseren Gesellschaften scheint Homosexualität modisch zu sein, und dies beeinflusst in gewisser Weise auch das Leben der Kirche“, sagte Franziskus. Dies bereite ihm Sorge.

Mit einem kirchlichen Amt sei gelebte Homosexualität nicht vereinbar, stellte der Papst klar. Über homosexuelle Kleriker sagte er: „Es ist besser, wenn sie das Priesteramt niederlegen, als wenn sie ein Doppelleben führen.“ Homosexualität sei eine „sehr ernste Angelegenheit“, über die bereits mit Anwärtern für das Priesteramt gesprochen werden müsse.

„In einem geweihten und priesterlichen Leben gibt es keinen Raum für diese Art der Zuneigung“, sagte Franziskus. „Die Kirche empfiehlt deshalb, dass Menschen mit dieser Veranlagung nicht für das Priesteramt zugelassen werden.“ Homosexuelle müssten im Priesteramt ein „Zölibat mit Integrität“ leben.

Die katholische Kirche betrachtet Homosexualität traditionell als Sünde. Eine Richtlinie für die Priesterausbildung von 2016 betont die Notwendigkeit sexueller Abstinenz und den Ausschluss Homosexueller von der Ordination.

Franziskus hatte zu Beginn seines Pontifikats Hoffnungen auf eine Liberalisierung der kirchlichen Haltung zur Homosexualität geweckt. Im Jahr 2013 sagte er: „Wer bin ich, über Homosexuelle zu richten?“ Seine nun veröffentlichten Aussagen decken sich aber deutlich mit der traditionellen Haltung seiner Kirche. (afp)

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