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Frankreich-Wahl 2022: Erste französische Überseegebiete starten Präsidentschaftswahl

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Von: Kerstin Kesselgruber

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Die Frankreich-Wahl 2022 beginnt: In den Überseegebieten wählen die Menschen schon jetzt die oder den neue:n Präsident:in. Das Festland folgt am Sonntag.

Saint-Pierre/Paris – Die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich 2022 beginnt am Samstag (09.04.2022) in einigen Gebieten in Übersee. Bei der Abstimmung über das höchste französische Staatsamt will der liberale Amtsinhaber Emmanuel Macron eine zweite Amtszeit bekommen. Seine größte Konkurrentin ist die rechtsextreme Marine Le Pen. Für die Zusammenarbeit mit Deutschland und in Europa ist der Wahlausgang daher bedeutsam.

Auf dem französischen Festland findet die Wahl am Sonntag (10.04.2022) statt. Wegen der Zeitverschiebung zu den französischen Überseegebieten, die mehrere Stunden hinter Frankreich liegen, wird dort bereits am Samstag abgestimmt. Den Anfang macht die Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon vor der Ostküste Kanadas, wo die Wahllokale um 12.00 Uhr MEZ (8.00 Uhr Ortszeit) öffnen. Es folgen Französisch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und Französisch-Polynesien. Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse zur Frankreich-Wahl gibt es frühestens am Sonntagabend.

Frankreich-Wahl 2022: Die Präsidentschaftskandidatin Anne Hidalgo (links) besuchte Mitte Februar unter anderem einen Markt in Fort-de-France auf der karibischen Insel Martinique.
Frankreich-Wahl 2022: Die Präsidentschaftskandidatin Anne Hidalgo (links) besuchte Mitte Februar unter anderem einen Markt in Fort-de-France auf der karibischen Insel Martinique. © Thomas Coex/AFP

Frankreich-Wahl 2022: Umfragen sehen Macron vorne – Abstand zu Le Pen geringer

Umfragen sahen Macron bei der Wahl vorne, auch wenn der Abstand zu Le Pen zuletzt immer geringer wurde. Eine finale Entscheidung über das Präsidialamt wird für die erste Runde aber noch nicht erwartet. Sollte wie vermutet keiner der insgesamt zwölf Kandidat:innen die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, findet am 24. April eine Stichwahl zwischen den zwei Bestplatzierten statt.

Chancen auf den Einzug in die Stichwahl hat auch der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, der in den Umfragen zuletzt ordentlich zulegte und auf Platz drei rangierte – wenn auch mit deutlichem Abstand zu Macron und Le Pen. Die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten dürften kaum von Bedeutung sein. Die traditionellen Volksparteien der Sozialisten mit Spitzenkandidatin Anne Hidalgo und der Republikaner von Valérie Pécresse schafften es im Wahlkampf nicht, Akzente zu setzen und steuern voraussichtlich auf eine Schlappe zu.

Alle Entwicklungen zur Frankreich-Wahl 2022 finden Sie in unserem News-Ticker.

Der französische Präsident hat weitreichende Machtbefugnisse und amtiert für fünf Jahre. Er ist mächtiger als der von ihm bestimmte Premierminister und beeinflusst die Geschicke des Landes maßgeblich. Insgesamt 48,7 Millionen Menschen sind für die Wahl eingeschrieben. (kke/dpa)

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