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Frankreich-Wahl: Asselborn spricht von „politischem Bürgerkrieg“

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Von: Lukas Zigo

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Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ist beunruhigt über den politischen Trend in Frankreich. Er sieht Frankreich in einem „politischen Bürgerkrieg“.

Luxemburg – Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen sind vorüber. Zeit für den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn, sich bezüglich der politischen Situation in Frankreich beunruhigt zu zeigen. „Die sind in einer Art politischem Bürgerkrieg“, sagte der dienstälteste EU-Chefdiplomat am Montag (11.04.2022) am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg. Im Resultat hätten die Rechtsextremen mehr als zweimal so viele Stimmen bekommen, wie in Deutschland. Dies sei „sehr, sehr besorgniserregend.“

Die Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen von der rechten Partei Rassemblement National werde jetzt vermutlich versuchen, die zweite Runde der Präsidentschaftswahl zu einem Referendum gegen den amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron zu machen. Das werde eine ganz schlimme Auseinandersetzung.

Asselborn zu Frankreich-Wahl 2022: „Das müssen die Franzosen verhindern“

Asselborn fügte hinzu, er „hoffe, dass es so ausgeht, dass wir keine Le Pen in der Europäischen Union als französische Präsidentin haben“. Denn die würde die bislang für eine Werte- und Friedensprojekt stehende Europäische Union auf eine andere Schiene setzen. „Das müssen die Franzosen verhindern. Das ist das Allerwichtigste“, sagte er.

Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg
Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Auf die Frage, ob sie besorgt über den Verlauf der Wahl in Frankreich sei, reagierte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Luxemburg ausweichend. Sie sagte, „als deutsche Außenministerin (…) äußere ich mich nicht zu nationalen Angelegenheiten, aber als Herzenseuropäerin ist es mir ein Herzensanliegen, dass wir gerade in diesen Zeiten gemeinsam als Europäerinnen und Europäer stark zusammenstehen.“

Frankreich-Wahl: Macron weiter vorne – Le Pen holt auf

Der amtierende Staatschef Macron hatte in der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich nach bisherigen Stimmzählungen rund 28 Prozent der Stimmen erhalten. Er wird sich am 24. April nun einer Stichwahl mit der rechtspopulistischen Marine Le Pen stellen müssen. Nach jüngsten Zahlen kam Le Pen auf rund 23 Prozent der Stimmen. (lz)

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