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Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault wagt einen neuen Versuch.

Nahostkonflikt

Frankreich kündigt Nahost-Konferenz an

Die französische Regierung kündigt für Ende Mai eine neue Nahost-Friedenskonferenz an. Das erste Treffen soll ohne Israelis und Palästinenser stattfinden.

Mit einer Nahost-Friedenskonferenz am 30. Mai will Frankreich seine Initiative für eine Lösung des Dauerkonflikts in der Region vorantreiben. Dazu werden nach Angaben von Außenminister Jean-Marc Ayrault Vertreter von rund 20 Ländern in Paris erwartet, wie die französische Zeitung "Libération" am Donnerstag berichtete.

Nach dem Plan der französischen Regierung soll ein erstes Treffen ohne die Konfliktparteien klären, wie man Israelis und Palästinenser wieder an einen Tisch bekommen kann. Paris will dabei neben den USA, Russland, der EU und den Vereinte Nationen auch arabische Staaten einbinden.
Anschließend käme es dann zur eigentlichen Konferenz mit Vertretern Israels und der Palästinenser. Dieses Treffen ist für die zweite Hälfte des Jahres geplant.

Der damalige französische Außenminister Laurent Fabius hatte die Pläne im Januar angekündigt. Sollte dieser diplomatische Vorstoß scheitern, wolle Frankreich einen palästinensischen Staat anerkennen, sagte Fabius damals. Die letzten Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern waren vor knapp zwei Jahren gescheitert. Beide Seiten betonen, sie seien an neuen Verhandlungen interessiert, werfen aber der jeweils anderen Seite vor, solche Versuche zu blockieren. (dpa)

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