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Coronavirus-Pandemie

Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Einreise nach Deutschland nur noch mit negativem Coronatest

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Das Robert-Koch-Institut hat Frankreich zum sogenannten Hochinzidenzgebiet erklärt. Grund sei eine hohe Coronavirus-Inzidenz von über 200.

Berlin – Die Bundesregierung hat Frankreich, die Slowakei und Tschechien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Grenze darf dann bis auf Weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die Slowakei und Tschechien galten zuvor als Virusvariantengebiet, auf dieser Liste sind sie nun nicht mehr aufgeführt. Aufgehoben wurde auch die Einstufung des österreichischen Bundeslands Tirol als Virusvariantengebiet; es wird nun als Risikogebiet ausgewiesen. In den vergangenen Wochen hatte es wegen der hohen Verbreitung einer gefährlichen Virusmutante in Tirol Kontrollen an der Grenze zu Deutschland gegeben. Heruntergestuft wurde Israel, das jetzt nicht mehr als Hochinzidenzgebiet sondern nur noch als Risikogebiet gilt.

Bilder aus dem März 2020: Beamte der Bundespolizei halten ein Auto an, das aus Frankreich nach Deutschland einreist.

Frankreich jetzt Hochinzidenzgebiet: Viele Infektionen mit dem Coronavirus

Grund für die Einstufung Frankreichs ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz dort deutlich über der Schwelle von 200 liegt - ab diesem Schwellenwert sehen die Regeln der Bundesregierung eine Klassifizierung als Hochinzidenzgebiet vor. Risikogebiete sind hingegen solche Länder, in denen die Inzidenz von mehr als 50 haben. Der Wert in Frankreich lag zuletzt nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörden sogar bei 325 im landesweiten Schnitt.

Eine Ausnahme von den neuen Regeln soll es nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen für Pendler geben: Sie müssten sich nur zwei Mal pro Woche testen lassen. Dafür sollten gegebenenfalls Teststationen in Grenznähe aufgebaut werden. Bislang dürfen Berufspendler - vor allem im Elsass - für 24 Stunden ohne Testpflicht einreisen.

Frankreich jetzt Hochinzidenzgebiet: Bisher Coronavirus-Risikogebiet

Für den französischen Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz hatte Deutschland die Einreiseregeln bereits Anfang März verschärft, weil dort die südafrikanische Corona-Variante grassiert. Es gilt deshalb als sogenanntes Virusvarianten-Gebiet. Alle anderen Landesteile waren bisher als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Frankreichs Außenminister Yves Le Drian erklärte die Neuregelung im Sender France Info mit einer „Explosion der Pandemie in Deutschland“. Er bestätigte Berliner Angaben, dass es nur „stichprobenartige Kontrollen“ geben soll. Ob ein Grenzgänger einen negativen Test hat, soll nicht direkt an der Grenze kontrolliert werden, sondern im Hinterland nach dem Prinzip der Schleierfahndung.

In Berlin hieß es, die französische Regierung sei seit einigen Tagen über die bevorstehende Entscheidung informiert.

Derzeit sind mehr als 30 Staaten als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Ebenfalls verzeichnet sind dort Polen, Schweden, Slowenien, Ungarn und Malta. (Friederike Meier, afp)

Rubriklistenbild: © Oliver Dietze/dpa

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