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SPD fordert Arbeitgeber auf, Einmalzahlungen an Arbeitnehmer zu leisten

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Von: Kim Hornickel

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Rolf Mützenich
Rolf Mützenich will eine Einmalzahlung für Beschäftigte. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion ruft vor einem Krisentreffen zu dem Schritt auf. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa

Die Menschen ächzen unter den steigenden Preisen und auch die SPD will Abhilfe schaffen. Eine einmalige finanzielle Unterstützung könnte kommen.

Berlin – Die Preise für Lebensmittel und das Heizen steigen rasant – das bedeutet Mehrkosten und die will die SPD abfedern. Fraktionschef Ralf Mützenich forderte deshalb im Vorfeld einer Krisensitzung am 4. Juli, Einmalzahlungen der Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter. Bei dem Treffen, das Bundeskanzler Olaf Scholz ins Leben gerufen hatte, solle es auch um Maßnahmen zur Existenzsicherung gehen, sagte Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Der SPD-Politiker sieht dabei sowohl die Politik, als auch die Arbeitgeber in der Pflicht, die „größte Herausforderung in der jüngeren Geschichte ausreichend zu bewältigen“. Die Idee: Einmalzahlungen der Arbeitgeber könnten durch den Staat ergänzt werden. Das könne „besonders schwierige Momente in den nächsten Monaten abfedern“, sagte Mützenich gegenüber den Funke Zeitungen.

Inflation und steigende Preise: SPD plant entlastende Einmalzahlung

Zu einer Einigung zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und der Politik könnte es bereits bei dem Treffen im Juli kommen. Historisches Vorbild ist eine Initiative aus den Sechzigerjahren. Damals hatten sich Gewerkschaften bereiterklärt, keine Lohnforderungen zu stellen. Im Gegenzug unterstützte der Staat die Wirtschaft.

Damit nicht nur Beschäftigte entlastet werden, fordert SPD-Politiker Lars Klingbeil auch Hilfen für Rentner und Rentnerinnen. Zwar werde bereits viel zur Entlastung der Bürger und Bürgerinnen getan, es müsse jedoch noch mehr passieren, sagte er auf einem Landesparteitag der SPD in Sachsen-Anhalt, wie Der Spiegel berichtet. (kh)

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