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Corona sorgt immer noch für Aufregung in der Kunst- und Kulturszene
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Kunst und Kultur in Frankfurt unter Corona-Bedinungen.

Kultur in Frankfurt

Kulturschaffende leiden unter Pandemie – ein Betroffener erzählt

  • VonJakob Lobes
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Kunst und Kultur sind nicht systemrelevant, sollte man meinen – ein Blick in die Frankfurter Szene unter Corona-Bedingungen.

Frankfurt – „Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht, folgt: nur wer Künstler ist, ist Mensch. Jeder Mensch ist ein Künstler“, heißt es in einem berühmten Zitat von Joseph Beuys. Wie sieht aber die derzeitige Situation der Künstler:innen und Museen in Frankfurt aus?

Kultur in Frankfurt unter Corona

Kulturschaffende, die oft auch vor der Corona-Pandemie unter prekären Lebensbedingungen existierten, versuchen in dieser Zeit auf sich aufmerksam zu machen. Einige erfolgreich, andere wiederum nicht. Es gibt zwar einen Hilfsfonds, der auch die Kulturszene berücksichtigt. Aber die Situation ist dennoch schlecht: Von umfassenden Öffnungen im Sommer 2021 können viele Museen und Künstler:innen nur träumen. Auch wenn es im März 2021 nach mehr als vier Monaten leichte Öffnungen für die Museen und Besucher:innen gab – mit beschränkter Besucheranzahl, umfassendem Hygienekonzept und vorheriger Anmeldung in Frankfurt.

Zuletzt hatte das Kabinett in Hessen (23.04.2021) die Umsetzung der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz ausgearbeitet. Somit wurden bestehende Verordnungen, wie beispielsweise mit dem kulturellen Leben umzugehen sei, bis zum 18. April verlängert. Dazu gehört, dass Museen zwar geöffnet bleiben können, jedoch sind geschlossene Räume für den Publikumsverkehr nicht zugänglich.

Corona: Ein Künstler aus Frankfurt als Beispiel

Eine nicht zufrieden stellende Lage für die Betroffenen. Einen, den es direkt angeht, hat die FR zum Gespräch getroffen: Mark Ostrovski kommt aus Eschborn und ist Mitglied des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Frankfurt e.V. Von Haus aus ist er Programmierer, widmet sich aber mittlerweile auch der Kunst, genauer: dem Malen und Zeichnen. Sein Interesse für Technik und Kunst kennzeichnet ihn schon sein ganzes Leben.

Ostrovski macht Installationen aus verschiedenen Stoffen und konnte seine Werke bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit präsentieren. Seine Bilder sind überwiegend in Öl und Acryl gemalt, er kann aber auch Aquarelle und Zeichnungen. Dabei sind Landschaftsbilder mit vielen blauen Tönen sein beliebtestes Motiv.

Kunst – die Arbeiten von Mark Ostrovski

Der Künstler macht auch Animationen und führt einen eigenen Blog im Internet. Ein Bedürfnis nach Kommunikation ist auch mit der FR vorhanden. Er gibt sich trotz der Corona-Lage zuversichtlich: „Ich arbeite weiter und weiter.“ Obwohl sein Einkommen, das er über Messen und Ausstellungen bezieht, deutlich gesunken ist. Es gebe auch keine Treffen mehr mit Künstlerkollegen:innen. „Der Vorteil ist, dass wir uns voll und ganz auf die Kreativität konzentrieren können, ohne von allem Anderen abgelenkt zu werden. Eine Pandemie ist die Antwort der Natur auf uns – ein Thema für die Künstler!“ – so seine Einschätzung zur aktuellen Lage.

Ostrovski wird nach eigenen Angaben nicht finanziell unterstützt. Die staatlichen Hilfen für Solo-Selbständige und Kleinkunstunternehmen seien ,,zu kompliziert“, meint der Künstler. Er erscheint resigniert und wenig vertrauensvoll gegenüber den staatlichen Maßnahmen. Kulturschaffende müssen generell zuerst an die eigenen Ersparnisse ran, bevor es Hilfen gibt; das sind die derzeitigen Richtlinien der ARGE.

Frankfurt und die Zukunft der Künstler

Für die momentane Situation der Künstler:innen hat auch Ostrovski keine Musterlösung parat: „Es ist wie das Wetter! Wir müssen Mut und Geduld haben!“, kommentiert der Künstler. Für die Zukunft ist er positiver gestimmt: „Wir hoffen, dass die Pandemie bald endet, und wir wieder an Ausstellungen und Messen teilnehmen und uns mit anderen Künstlern treffen.“ Das hoffen auch wir, denn Frankfurt hat kulturell sehr viel zu bieten. (Jakob Lobes)

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