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Das könnte in Frankfurt bald wieder möglich sein: Unter Einhaltung der Abstandsregeln Gastronomie besuchen. Die Stadt hat sich um ein Modellprojekt beworben.Cafes das Stadtbild nicht mehr prägen. 
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Das könnte in Frankfurt bald wieder möglich sein: Unter Einhaltung der Abstandsregeln Gastronomie besuchen. Die Stadt hat sich um ein Modellprojekt beworben.

Hessen

Frankfurt: Bewerbung für Modell-Projekt - Essen gehen und Einkaufen nach Corona-Test

  • Sophie Vorgrimler
    VonSophie Vorgrimler
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Mit Corona-Schnelltest: Mehrere Städte Hessens haben sich für Modellversuch beworben. In Frankfurt und Fulda könnten Gastronomie und Geschäfte testweise bald wieder öffnen.

Frankfurt - In einigen hessischen Städten - darunter Frankfurt - werden demnächst Einzelhandel, Gastronomie und Veranstaltungen testweise geöffnet sein. Mehrere Kommunen haben sich beim Land Hessen beworben, an einem Modellversuch für Öffnungen während der Corona-Pandemie teilzunehmen.

Dafür beworben haben sich unter anderem auch das osthessische Fulda, die Landeshauptstadt Wiesbaden, Bad Homburg im Taunus und Büdingen im Wetteraukreis. Büdingens Oberbürgermeister Erich Spamer (Freie Wähler) äußerte sich dazu gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er begründete die Bewerbung und das Interesse an der Testphase damit, dass der Einzelhandel darniederliege und man sich von den Öffnungen während der Corona-Pandemie erhoffe, dass „Büdingen einkaufsmäßig wiederbelebt wird“. Der Einzelhandel müsse dringend wieder in Schwung kommen.

Frankfurt, Fulda, Büdingen: Corona-Test vor dem Einkaufen oder Essen gehen gilt 24 Stunden

Beim Modellversuch soll es unter bestimmten Auflagen möglich sein, den normalen Alltag - zumindest testweise - wieder zu ermöglichen: Einkaufen, Essen gehen, Veranstaltungen und Kultur.

Um in Gastronomie und Einzelhandel eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden, muss vor dem Einkaufen oder Restaurant-Besuch ein Schnelltest in einem Testzentrum gemacht werden. Nur mit der Bescheinigung negativ auf Corona getestet worden zu sein, wäre beim Modellversuch ein Einlass möglich. Der Test soll ab der Ausstellung für 24 Stunden gültig sein. Zusätzlich soll es vor dem Betreten von Gastronomie und Geschäften die Möglichkeit geben, Fieber zu messen. Die Fiebermessung soll aber ein Angebot auf freiwilliger Basis sein und zusätzliche Sicherheit bieten.

Von der Stadt Frankfurt heißt es, das Modellprojekt ist „unter der Federführung des Gesundheitsamtes und mit wissenschaftlicher Begleitung“ geplant. Öffnungen unter Corona-Bedingungen sollen lediglich in einem „begrenzen Gebiet“ getestet werden - das aber auch „nur in ausgewählten Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomiebetrieben“.

Modell-Projekt in Frankfurt: Kultur-Veranstaltungen mit Corona-Schnelltest und Kontaktverfolgung

Für die Mainmetropole Frankfurt ist demnach geplant, die Öffnungen nicht nur für Gastronomie und Geschäfte zu testen, sondern auch Kultur und Veranstaltungen wieder zuzulassen. Natürlich nur „mit den üblichen derzeit geltenden Hygienestandards, mit negativen Schnelltests beim Eintritt und digitaler Kontaktpersonennachverfolgung“, wie die Stadt mitteilte.

Der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann (SPD), betonte, man wolle mit der Bewerbung besonders die bisher in der Corona-Pandemie „benachteiligte Kultur- und Veranstaltungsbranche“ fördern. Dabei soll die Gastronomie eingebunden werden. „Diese Wirtschaftszweige wurden bisher stark benachteiligt“, wird Feldmann nach den Beschlüssen der Stadtverwaltung am Donnerstag in einer Pressemitteilung zitiert.

Frankfurt: Dezernenten befürworten Veranstaltungen, Gastronomie und Kultur mit Corona-Test

Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) begrüßte die Entscheidung ebenso wie Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). „Bereits in der Vergangenheit haben unsere städtischen Museen sowie viele weitere Kultureinrichtungen mit ihren professionellen Hygienekonzepten bewiesen, dass sie alle Standards erfüllen und damit einen verantwortungsvollen Betrieb gewährleisten können“, sagte Hartwig. Sie gehe davon aus, dass sich mit den bestehenden Hygienekonzepten „bereits vorliegende Studien, die von einer niedrigen Ansteckungsgefahr in Kultureinrichtungen“ ausgehen, bestätigen ließen.

Wie unlängst schon bei einem Modellversuch in der Stadt Tübingen, sollen Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen in Frankfurt bei negativem Test mit einem QR-Code teilnehmen dürfen, die von Veranstalterinnen und Veranstaltern per App kontrolliert werden.

Corona-Schnelltest in Tübingen: Besucher der Stadt bekommen ein Armband mit QR-Code als Tagesticket.

Modellversuche für Öffnungen unter Corona-Bedingungen zu starten, ist ein Beschluss vom jüngsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Sie hatten festgelegt, dass Bundesländer in ausgewählten Regionen die Modellprojekte starten können - allerdings nur zeitlich befristet. Die Stadt Frankfurt gab an, bereits Gespräche mit dem Land Hessen aufgenommen zu haben.

Zeitlich befristete Öffnungen: Modellversuche wurden bei Corona-Gipfel beschlossen

Im Zentrum stehen bei den Modellversuchen die Erkenntnisse für die Verbreitung des Coronavirus. Für Hessen gilt: Es solle „modellhaft“ erprobt werden, wie sich eine teilweise Öffnung des öffentlichen Lebens auswirke. Man wolle lediglich Städte oder Regionen zulassen, die niedrige Inzidenzen vorweisen können. Dann soll ein „Testregime“ die Auswirkungen auf Infektionszahlen festhalten und analysieren. Die wissenschaftliche Begleitung soll Hinweise liefern, wie das Übertragungsrisiko insgesamt gesenkt werden kann.

Es wurde noch nicht beschlossen, welche Kommunen und Städte zum Modellprojekt in Hessen zugelassen werden und wann die Testphase mit Öffnungen unter Corona-Bedingungen starten soll. (Sophie Vorgrimler mit dpa)

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