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Ehemaliger Bundeswehroffizier

Prozess gegen Franco A. – Doppelleben war nicht „so aufwendig“

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Der Prozess gegen den Bundeswehroffizier Franco A. wegen Terrorverdachts geht weiter. Vor dem OLG Frankfurt packt er über sein „Doppelleben“ aus.

Frankfurt – Franco A. ist ehemaliger Bundeswehroffizier und steht unter Terrorverdacht. Am Donnerstag (08.07.2021) hat der 32-jährige Angeklagte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt über sein „Doppelleben“ als angeblicher syrischer Flüchtling gesprochen.

Auf Nachfrage des Gerichts erklärte er: „So aufwendig, wie mancher sich das vorstellt, war das nicht.“ Durch sein Doppelleben hatte man dem Angeklagten eine Unterkunft im bayerischen Erding zugewiesen, erzählte Franco A. Zu diesem Zeitpunkt diente er allerdings in einer deutsch-französischen Einheit im Elsass.

„Einmal im Monat bis alle sechs Wochen“ sei er nach Erding gekommen, unter anderem um zu Amtsterminen zu gehen, Leistungen zu erhalten oder ein Konto aufzumachen. Das sagte der 32-Jährige dem Gericht. Um seine Abwesenheit in der Unterkunft zu erklären, erzählte er den Bewohnern, er könne bei Freunden unterkommen. Damit er zwischenzeitlich über Behördenpost informiert würde, hatte Franco A. die anderen Bewohner seiner Unterkunft angewiesen, ihm per Smartphone Bescheid zu geben.

Prozess am OLG Frankfurt: Franco A. widerspricht der Bundesanwaltschaft

Dafür habe er sein „Flüchtlingshandy“ im Eingangsbereich seiner französischen Wohnung deponiert. Gegenüber dem OLG Frankfurt sprach Franco A. davon, immer „froh“ gewesen zu sein, „wenn nichts eingegangen war, weil ich mich dann um meine eigentliche Tätigkeit kümmern konnte.“ Darüber berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur.

Der Angeklagte Franco A. im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt - er steht unter Terrorverdacht. (Archivbild)

Die Anklage vor dem OLG Frankfurt bezieht sich unter anderem auf die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Der Angeklagte stritt dies jedoch ab. Er räumte aber ein, unter falschem Namen einen Asylantrag gestellt zu haben.

Die falsche Identität habe dazu gedient, die geplanten Terroranschläge als die eines anerkannten Asylbewerbers dazustellen, argumentierte die Bundesanwaltschaft. Franco A. stritt dies ab und sagte, er habe lediglich Missstände im System aufdecken wollen. (Jennifer Greve)

Rubriklistenbild: © Thomas Lohnes/dpa

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