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Auch Frauen, die schon mitten im Familienleben stehen, besuchen den Unterricht.
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Auch Frauen, die schon mitten im Familienleben stehen, besuchen den Unterricht des Hilfsprojekts Ofarin in Afghanistan.

Lernen fürs Leben

Wie Bildung Leben verändert - Reihe von FR und Zeitenspiegel Reportagen

  • Valerie Eiseler
    VonValerie Eiseler
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Fürs Leben lernen: zwölf Reportagen über Bildung in aller Welt. Eine Reihe von Frankfurter Rundschau und „Zeitspiegel Reportagen“. 

Wie verändert Bildung – ob Lesen, Schreiben oder Handwerk - das Leben? Ausgehend von dieser Frage wird die Frankfurter Rundschau in Kooperation mit „Zeitenspiegel Reportagen“ ein Jahr lang in zwölf Ländern der Welt vor Ort recherchieren und Geschichten von Menschen erzählen, denen Bildung ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht hat. Die Reporter:innen und Fotograf:innen wollen mit ihren Geschichten auch zeigen, wie wichtig Bildung für die Entwicklung ganzer Gesellschaften sein kann.

FR-Reihe „Wie Bildung Leben verändert“ liefert Reportagen aus aller Welt

Zeitenspiegel Reportagen ist eine Gemeinschaft aus Autorinnen und Autoren, Fotografinnen und Fotografen, die bereits mehrere internationale Projekte auf die Beine gestellt und Korrespondentenbüros weltweit gegründet haben. 2005 initiierte Zeitenspiegel zudem eine Reportageschule in Reutlingen.

Die Serie ist Teil eines internationalen Projektes, für das acht Medien in Deutschland, Frankreich und England ausgewählt wurden. Das European Journalism Center und die Bill & Melinda Gates Stiftung fördern die acht Projekte zur Berichterstattung über die Herausforderung globaler Entwicklung mit insgesamt 900.000 Euro.

Menschen mit Behinderung in Mosambik: Aktivist José Diquisson Tole macht Hoffnung

Die Auftaktreportage der Serie kommt aus Mosambik und zeigt, dass Inklusion von Menschen mit Behinderung kein Luxus reicher Länder sein sollte. Der Aktivist José Diquisson Tole verhilft in seiner Heimat Mosambik behinderten Kindern und Jugendlichen zu Bildung und Jobs. Im Alter von elf Jahren erblindete Diquisson nach Infektion und lernte daraufhin mit seiner Behinderung zu leben. Doch nach der Schule wollte keine Universität ihn unterrichten. Er ging für das Studium nach Europa und kehrt zurück mit einer Mission: für eine inklusivere Gesellschaft kämpfen und Stigmata aufbrechen.

Sein Erfolg ist offensichtlich: Unter anderem dank Diquissons Engagement und der Förderung weiterer Projekte ist die Stadt Beira inzwischen zu einer Anlaufstelle für viele behinderte Menschen aus ganz Mosambik geworden. Auch die öffentliche Wahrnehmung von Behinderung hat sich dort verändert: Inzwischen lernen sogar Polizistinnen und Polizisten Gebärdensprache.

Der Aktivist pflegt auch ein gutes Verhältnis zum lokalen Radiosender. Dort arbeitet zum Beispiel auch Anástacio Joao Tijó. In einem kurzen Videobeitrag zur Reportage erzählt er von den Sorgen, die ihm der Terrorismus in seinem Land bereitet - und wie dieser die Inklusion erschwert. Doch an Aufgeben denkt der junge Mann deshalb noch lange nicht.

Verein Ofarin in Afghanistan: Eine Reportage aus der FR-Reihe „Wie Bildung Leben verändert“

Im zweiten Serienteil blicken wir in die „fliegenden Klassenzimmer“ von Afghanistan: Ein Land in dem Bildung oft lebensgefährlich ist. Doch der Verein Ofarin gibt nicht nur den Kindern des Landes Hoffnung. Der Unterricht findet in wechselnden Räumen statt, mal in einer Moschee, mal in einer Wohnung und wird nicht nur von Kindern besucht. Die Altersspanne der Lernenden geht weit ins Erwachsenenalter.

Wer hier lernt, lernt fürs Leben und lehrt vielleicht eines Tages selbst in den „fliegenden Klassenzimmern“. So zum Beispiel auch die 18-jährige Arezu Abdali. Heute arbeitet sie als Lehrerin und unterrichtet Dinge, die sie selbst als Ofarin-Schülerin gelernt hat. Für ihre Arbeit ist oft nicht genügend Geld da, doch Abdali weiß, wie wichtig der Unterricht für die Selbstbestimmung viele ihrer Schülerinnen ist. So wie viele andere Lehrerinnen der Schule engagiert sie sich ehrenamtlich um die rund 23 Schulklassen am Laufen zu halten. (Anm. d. Red. Diese Reportage wurde vor der Machtübernahme der Taliban verfasst und veröffentlicht. )

Reportage aus Afghanistan: Wo Lernen lebensgefährlich ist

Außerdem finden Sie in dieser Reportage aus Afghanistan auch einen kurzen Video-Beitrag zur der Arbeit von Fotoreporter Massoud Hossaini. Mit seiner Kamera war er im ganzen Land unterwegs und hat unter anderem die Regionen dokumentiert, in denen die deutsche Bundeswehr die Leute vor Ort unterstützt hatte, bevor dort die Taliban die Kontrolle übernommen haben.

Programmieren als Zukunftschance: Eine Reportage über das Projekt „Girls and Apps“ in Tansania

Die dritte Reportage der Serie kommt aus Tansania. Dort boomt derzeit die Tech-Szene - doch diese Chance auf Erfolg steht bisher nicht allen offen. Das Frauenprojekt „Girls and Apps“ will Schülerinnen für das Programmieren begeistern und ihnen eine Zukunftsperspektive geben.

Modesta Joseph hat einst selbst an den Programmierkursen des Projekts teilgenommen – und aus dem gelernten Wissen eine eigene NGO gegründet. Mit ihrer Plattform will die junge Frau aus Tansania anderen Frauen und Mädchen helfen, die in öffentlichen Bussen belästigt werden. Dank dem Erfolg der Plattform hat sie nun auch das Gehör von Lokalpolitik und Polizei.

Die Reportagen aus der Serie „Wie Bildung Leben verändert“ erscheinen monatlich in der Frankfurter Rundschau. Den nächsten Teil der Reihe finden Sie demnächst hier.

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