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Ukraine-Krieg: Trump droht Putin „wie nie zuvor“

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Von: Nadja Austel

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Wladimir Putin und Donald Trump
Wladimir Putin und Donald Trump im Jahr 2019. (Archivfoto) © picture alliance/The White House/Arte/dpa

Im exklusiven Fox News Interview behauptet Donald Trump, er hätte Wladimir Putins Invasion in der Ukraine verhindern können.

Washington D. C. – Donald Trump, der vor nicht allzu langer Zeit noch lobende Worte für Russlands Präsidenten Wladimir Putin übrig hatte, unterstreicht seine Kehrtwende in Sachen Ukraine-Konflikt. Seine Meinung über die Invasion verschob sich bereits von „genial“ zu „Gräueltat“. Nun fabuliert er im Interview mit Piers Morgan auf Fox News darüber, wie viel besser er mit der Situation umgehen würde, wenn er noch im Amt wäre. 

Als er noch Präsident der USA gewesen sei, hätte er Moskau vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt, sagt er unter anderem. Und wäre er auch jetzt noch im Amt, dann würde er Wladimir Putin ein viel stärkerer Gegenspieler sein als Joe Biden es sei. Trump hätte Putin immer deutlich gesagt, was eine russische Invasion in der Ukraine bedeuten würde: „Ich habe ihm gesagt, was unsere Antwort darauf wäre und er sagte: ‚Wirklich?‘ Und ich sagte: ‚Wirklich!‘“ Er habe „ihm gedroht, wie ihm noch nie zuvor gedroht wurde“.

Freunde, lange vor dem Ukraine-Krieg: Russlands Präsident Wladimir Putin und der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
Freunde, lange vor dem Ukraine-Krieg: Russlands Präsident Wladimir Putin und der ehemalige US-Präsident Donald Trump. © Juan Mabromata/AFP

Donald Trump zum Ukraine-Konflikt: Das „N-Wort“ ist ein No-Go

Das „N-Wort“ benutze Putin ständig, das „nukleare Wort“. „Das ist ein No-Go. Das sollte man nicht tun“, so Trump. Morgan fragte Trump im Interview daraufhin, wie seine Antwort an Putin lauten würde: „Ich würde sagen: Wir haben viel mehr als ihr, stärkere als ihr, und ihr solltet nie wieder das N-Word benutzen. (…) Und wenn ihr es doch tut, dann haben wir ein Problem’.“

Das exklusive Interview bildet den Auftakt der neuen Show „Uncensored“ von Moderator Piers Morgan auf Fox News. Im Vorfeld hatte es bei der Ankündigung der ersten Folge mit Ex-Präsident Trump bereits Aufruhr in den Medien gegeben. Ein vorab veröffentlichter Trailer der Sendung sei so zusammengeschnitten worden, dass es wirkte als habe Trump das Interview wütend abgebrochen und sei hinausgestürmt. Eine von Trump veröffentlichte Audioaufnahme widerlegte diesen Ablauf des Geschehens jedoch.

Ukraine-Krieg: Trump sieht das Problem nicht in Putin

Ohne verbale Eskalationen blieb der Interview-Auftritt Trumps deshalb jedoch nicht: „Das Problem ist nicht, dass Putin klug ist (…), das Problem ist, dass unsere Führung dumm ist“, ließ er unter anderem verlauten. „Alle haben so eine Angst“, sagte er weiter, deshalb spreche Putin mehr und mehr von nuklearen Waffen, weil er denke, dass der Westen so dumm sei, dass dann niemand einen Angriff auf Russland wagen würde. 

Das Interview wurde am Montagabend (25.04.2022) auf Fox News ausgestrahlt. Am selben Tag äußerte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass der Ukraine-Krieg in einen Weltkrieg ausarten (Update vom Dienstag, 26. April, 06.13 Uhr) könnte. „Die Gefahr ist ernst, sie ist real, sie ist nicht zu unterschätzen“, sagte Lawrow laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Lawrow betont zudem, dass Russland Waffenlieferungen der Nato an die Ukraine als berechtigte Angriffsziele für sein Land betrachtet. „Natürlich werden diese Waffen ein legitimes Ziel für die russischen Streitkräfte sein“, sagte er. „Wie könnte es anders sein?“, sagte Lawrow weiter. „Wenn die Nato über einen Stellvertreter de facto in einen Krieg mit Russland tritt und diesen Stellvertreter bewaffnet, dann tut man im Krieg, was man im Krieg tun muss.“ (na)

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