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Interview

Folgen des Krieges

"Die Generation der Kriegskinder und ihre Botschaft für Europa 60 Jahre nach Kriegsende" lautet das Thema des dreitägigen internationalen Kongresses, der heute auf dem Campus Westend der Goethe-Universität beginnt. Historiker Gerhard Henke-Bockschatz ist einer der Organisatoren.

Frankfurter Rundschau: Herr Henke-Bockschatz, mit 600 Teilnehmern ist der Kongress über die Generation der Kriegskinder ausgebucht. Überrascht Sie diese große Resonanz?

Gerhard Henke-Bockschatz: Wir hatten in der Tat nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet. In anderen Städten war bei Kongressen zu diesem Thema die Nachfrage doch deutlich geringer.

Was zeichnet denn den Kongress in Frankfurt aus?

Bei den meisten Veranstaltungen, die sich mit dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs vor 60 Jahren befassen beziehungsweise befasst haben, stehen ganz überwiegend historisch-politische Aspekte im Vordergrund. Der Kongress nähert sich dem Thema aber auch von einer anderen Seite, indem er zusätzlich danach fragt, welche psychischen Folgen der Krieg für die Menschen hatte, die damals Kinder und Jugendliche waren...

Sie haben schon vor zehn Jahren Kongresse zum 50. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt. Wie hat sich die Diskussion seitdem entwickelt?

Der politische Aspekt steht nicht mehr so im Vordergrund wie noch vor zehn oder gar 20 Jahren. Es wird kaum noch darum gestritten, ob das Ende des Krieges eher als Befreiung angesehen werden sollte oder nicht. Mittlerweile stehen eher die Menschen im Mittelpunkt. Seien es wie bei unserem Kongress die Kriegskinder oder seien es noch ältere Menschen. Es ist heuter stärker von Interesse, wie die Bevölkerung den Krieg und die NS-Herrschaft wahrgenommen und erlebt hat. Insofern haben sich die Akzente deutlich verschoben.

Welche Bedeutung hat der Kongress für die Goethe-Universität?

Wir sind natürlich sehr froh, dass wir eine so gefragte Veranstaltung ausrichten und wesentlich mitgestalten können. Schließlich ist das auch eine Werbung für die Universität, die damit nicht zuletzt dokumentiert, welches wissenschaftliche Potenzial sie in die Analyse und Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Probleme einbringen kann. Und die Liste der Sponsoren, die den Kongress finanzieren, ist lang.

Interview: Georg Leppert

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