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Konsequenzen aus der Katastrophe: Landrat von Ahrweiler legt Amt nieder

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Von: Daniel Dillmann

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Der CDU-Politiker Jürgen Pföhler ist nicht länger Landrat von Ahrweiler.
Der CDU-Politiker Jürgen Pföhler ist nicht länger Landrat von Ahrweiler. © Thomas Frey

Es fehle nach der Flutkatastrophe das Vertrauen, sagt die CDU. Deshalb trete Landrat Jürgen Pföhler von seinem Amt zurück.

Ahrweiler - Die Flutkatastrophe in Deutschland hat politische Konsequenzen. Jürgen Pföhler (CDU*) tritt von seinem Amt als Landrat im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler zurück. Das teilte die Partei des 69-jährigen Politikers über eine Mitteilung seines Kreisverbandes am Montagabend mit.

In der Mitteilung betont die Union, man unterstütze die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen infolge der Flutkatastrophe, die in Deutschland 133 Menschen das Leben gekostet hatte. Durch die Flut sei das „Vertrauen der Menschen nicht mehr gegeben“ und ein Rücktritt Pföhlers nicht mehr vermeidbar gewesen: „Aus unserem Verständnis kann man ein Amt jedoch nicht ausüben, wenn strafrechtliche Ermittlungen laufen.“

Flutkatastrophe in Ahrweiler: Jürgen Pföhler tritt „krankheitsbedingt“ zurück

Doch nicht nur die Flutkatastrophe und ihre verheerenden Folgen seien der Grund für den Rücktritt Jürgen Pföhlers. Laut der MItteilung plage sich der CDU-Politiker zudem mit gesundheitlichen Problemen. Er könne sein Amt daher auch „krankheitsbedingt“ nicht mehr ausüben. Es fehle „die nun aber zwingend erforderliche entschlossene und zupackende Führung des Amtes [...] in einer solchen Ausnahmesituation“.

Jürgen Pföhler hatte sich laut Informationen des Nachrichtenmagazins Focus kurz nach der Flutkatastrophe in Ahrweiler krankgemeldet. Die Staatsanwaltschaft hatte unter anderem gegen ihn Ermittlungen eingeleitet.

Flutkatastrophe fordert mehr als 220 Menschenleben in Deutschland

Von der Flutkatastrophe in West und Mitteleuropa waren vor allem Deutschland, die Niederlande, Österreich und die Schweiz betroffen. Insgesamt starben mehr als 220 Menschen in den Fluten, davon mindestens 183 in Deutschland. Es war gemessen an den Opfern die schwerste Naturkastrophe, die Deutschland seit der Hamburger Sturmflut von 1962 heimgesucht hatte. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

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