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Unglück in Surfside

Hochhaus-Unglück in Florida: Strukturelle Probleme am Gebäude waren bekannt

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Bereits vor dem Teileinsturz eines Gebäudekomplex in Surfside im US-Staat Florida wussten die Zuständigen wohl um bauliche Mängel. 150 Menschen bleiben vermisst.

+++ 22.10 Uhr: Wie verschiedene amerikanische Medien berichten, hatte die Eigentümergemeinschaft des zum Teil eingestürzten Gebäudekomplexes am Strand von Surfside bereits im April eindringlich vor strukturellen Problemen gewarnt. „Der Verfall des Betons hat sich beschleunigt“, hieß es in einer schriftlichen Warnung an die Hausbewohner, von der am Dienstag erstmals berichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt seien bereits am Dach des Hochhauses schwerwiegende Schäden festgestellt worden.

Auch ein Gutachten, das die Stadt Sufside, nördlich von Miami, bereits 2018 veröffentlicht hatte prangert „große strukturelle Schäden“, Risse und Abbröckelungen im Keller des Hauses an. Ein Kostenvoranschlag über die notwendigen Arbeiten, um die Schäden zu beheben belief sich auf 9,1 Millionen Dollar. Zwei Jahre später hieß es seitens der Eigentümergemeinschaft, dass der Arbeitsumfang erweitert worden sei und Arbeiten im Umfang von rund 15 Millionen Dollar wurden genehmigt.

Nach Einsturz von Hochhaus in Florida: Ermittlungskommission soll Gründe für Unglück ermitteln

In der Nacht zum Donnerstag war ein Gebäudeteil des 12-stöckigen Gebäudes eingestürzt. Elf Menschen wurden bereits tot aus den Trümmern geborgen, 150 weitere werden seit Tagen vermisst. Überlebende gefunden haben die Rettungskräfte, die seit dem Unglück Tag und Nacht im Einsatz sind, seit Tagen nicht mehr. Daniella Levine Cava, Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade kündigte am Dienstag an, dass Vorbereitungen getroffen werden, um eine Ermittlungskommission einzusetzen. Diese solle die Hintergründe des Unglücks ermitteln.

Viele Angehörige hoffen immer noch, dass Familienmitglieder und Freunde lebendig gefunden werden.

Erstmeldung vom 29.06.2021, 19.00 Uhr: Surfside/Washington D.C. – Während Einsatzkräfte nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses in Florida noch immer rund um die Uhr nach den 150 Vermissten suchen, wollen US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden am Donnerstag (01.07.2021) – eine Woche nach dem tragischen Unglück – nach Surfside im Großraum Miami reisen. Das kündigte das Weiße Haus am Dienstag (29.06.2021) an. Einzelheiten zu dem Präsidenten-Besuch in Florida sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

In der Stadt etwas nördlich von Miami Beach war in der Nacht zum Donnerstag (24.06.2021) ein Hochhauskomplex aus den 1980er Jahren zum Teil eingestürzt. Der betroffene Teil des Gebäudes stand unmittelbar am Strand. Durch das Unglück kamen mindestens elf Menschen ums Leben, die bereits aus den Trümmern geborgen werden konnten. Über 100 weitere Bewohner des Gebäudekomplexes gelten nach wie vor als vermisst. Viele Angehörige geben die Hoffnung nicht auf, dass Familienmitglieder und Freunde noch lebendig gefunden werden.

Besuch von Joe Biden nach Hochhaus-Unglück in Florida: Bergungsarbeiten in Surfside gehen vor

Die Bergungsarbeiten laufen seit der Unglücksnacht ununterbrochen, jedoch arbeiten die Rettungskräfte inzwischen gegen die Zeit. Eine mögliche Einsturzursache wird derzeit von Sachverständigen untersucht. Bekannt ist inzwischen, dass schon vor mehreren Jahren Schäden an der Konstruktion festgestellt wurden. Ein Gutachten belegt diesen Befund.

Noch am Montag hatte Bidens Sprecherin Jen Psaki mitteilen lassen, dass das Team des Präsidenten die noch immer laufenden Bergungsarbeiten nicht durch einen übereilten Besuch an der Unglücksstelle blockieren wolle, da ein öffentliches Auftreten des Präsidenten der USA immer mit massiven Sicherheitsvorkehrungen verbunden sei. „Bei der Planung des Besuchs arbeitet das Weiße Haus eng mit den Zuständigen in Surfside zusammen, so dass keine wichtigen Einsatzkräfte bei den Bergungsarbeiten gestört werden“, hieß es dazu aus dem Weißen Haus. (ska mit dpa)

Rubriklistenbild: © Lynne Sladky/dpa

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