+
Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober 1990 sind Fahnen vor dem Reichstag in Berlin gehisst. Auch bei diesem historischen Ereignis steht bald der 30. Jahrestag an.

Kommentar

Fauxpas zur Einheit

  • schließen

Es ist ein Fauxpas, wenn das Innenministerium den Eindruck erweckt, dass die aufgeblähte und personell recht üppig besetzte Behörde bei der Finanzierung der Einheitsfeier geschlafen hat. Ein Kommentar.

Es ist ein Fauxpas, wenn das Innenministerium den Eindruck erweckt, dass die aufgeblähte und personell recht üppig besetzte Behörde bei der Finanzierung der Einheitsfeier geschlafen hat. Da hilft der Hinweis auch wenig, die Kommission zur Gestaltung des doppelten Jubiläums 30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit sei reichlich spät berufen worden. Nun ist es bis zum 9. November bloß noch ein halbes Jahr hin, weshalb manches mit heißer Nadel gestrickt werden wird.

Auch klingt die Begründung des Finanzministeriums, „die Erkenntnis der Notwendigkeit“, den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit besonders zu begehen, habe erst jetzt „substanziell Kontur“ angenommen, wie ein Eigentor. So scheint es, als habe die Bundesregierung das Zusammenwachsen von Ost und West nicht wirklich auf dem Schirm.

Die ganze Geschichte ist jedenfalls von zu großer Symbolkraft, als dass man sie jetzt wegreden oder gar zum Verschwinden bringen könnte. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Und einstweilen holt es dort niemand wieder raus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion