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Einer von zahlreichen Anschlägen: In Tröglitz wurde 2015 in einem für Flüchtlinge vorgesehen Mehrfamilienhaus Feuer gelegt.

Asylbewerberheime in Deutschland

Fast jeden Tag ein Anschlag

Überfälle, Sprengstoffanschläge und Brandstiftung: Zahlen des Bundeskriminalamtes zeigen, dass auch 2017 Angriffe auf Asylbewerberheime in Deutschland nahezu täglich stattfinden.

Laut einer Statistik des Bundeskriminalamtes gibt es im Schnitt nahezu jeden Tag einen Anschlag auf ein Asylbewerberheim in Deutschland. Im Jahr 2017 wurden bis September demzufolge 211 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am Montag unter Berufung auf die BKA-Statistik. Die meisten Straftaten hätten einen rechtsradikalen Hintergrund. Insgesamt seien in diesem Jahr bereits mehr Attacken gezählt worden als vor der Flüchtlingskrise 2014, als es im Gesamtjahr 199 waren.

Dennoch sei die Tendenz gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig. In den ersten neun Monaten 2016 hatte es den Angaben zufolge mit 866 Anschlägen mehr als vier Mal so viele Attacken gegeben wie im Vergleichszeitraum in diesem Jahr. Der Höhepunkt lag den Zahlen zufolge im Jahr 2015. Nach dem Zuzug von fast einer Million Flüchtlinge sei damals in Deutschland die Zahl der Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte drastisch auf 1.031 gestiegen. 2016 waren es insgesamt knapp 1.000. Darunter fallen etwa Überfälle, Sprengstoffanschläge und Brandstiftung. (epd)

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