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Sammelabschiebung in München.
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Sammelabschiebung in München.

Flüchtlinge

Fast jede zweite Abschiebung abgebrochen

Fast jede zweite Abschiebung abgelehnter Migranten in diesem Jahr ist laut einem aktuellen Zeitungsbericht abgebrochen worden. In vielen Fällen lehnten Piloten die Beförderung ab.

Fast jede zweite Abschiebung abgelehnter Asylbewerber in diesem Jahr ist abgebrochen worden. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) unter Berufung auf die Bundespolizei. Danach wurden im ersten Quartal 5.548 Personen abgeschoben; im selben Zeitraum mussten die Behörden 4.752 Rückführungen im Vorfeld abbrechen.

Teilweise sei dies in letzter Minute geschehen, weil die Flugkapitäne eine Beförderung abgelehnt hätten. In 75 Fällen haben Piloten oder ihre Fluggesellschaften demnach die Abschiebung verweigert. Im gesamten Jahr 2017 sei dies 314 Mal der Fall gewesen, im Vorjahr 139 Mal.

Wenn jemand an Bord komme, „der gewalttätig wird und sich aggressiv verhält, muss der Kapitän die Beförderung überdenken“, erklärte das Vorstandsmitglied der „Vereinigung Cockpit“, Jörg Handwerg. Bei der Bundespolizei stößt diese Haltung auf wenig Verständnis. 

Abschiebungen würden abgebrochen, obwohl bei einer von der Polizei begleiteten Rückführung sichergestellt werde, dass von der Person „keine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung an Bord des Luftfahrzeuges ausgeht“, sagte ein Sprecher. Bei Sammelrückführungen würden nun Maschinen gechartert, so dass es „nicht zu Beförderungsausschlüssen durch die Piloten“ komme. (kna) 

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