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Laut Dokument: Neuer Bundeswehr-Jet F-35 hat massive Probleme 

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Von: Marvin Ziegele

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Eine Lockheed Martin F-35 während eines Flugs.
Eine Lockheed Martin F-35 während eines Flugs. © Thomas Winstone/Imago Images

Die F-35 gilt als modernstes Flugzeug der Welt. Doch die geplante Anschaffung für die Bundeswehr kommt mit Problemen. 

Berlin – 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt setzt die Bundesregierung auf Aufrüstung. Mit im milliardenschweren Bundeswehr-Paket: ein neuer Kampfjet, gefertigt in den USA. Doch offenbar hat das moderne Flugzeug Probleme, wie die Welt unter Berufung auf ein Dokument einer US-NGO berichtet.

Die Lockheed Martin F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt. Aufgrund einer speziellen Form und Außenbeschichtung ist es beinahe unmöglich, das Flugzeug durch Radar zu erfassen. So kann die F-35 nahezu unerkannt in feindlichem Luftraum manövrieren.

Bundeswehr plant Kauf von F-35: Deutschland und die nukleare Teilhabe

Der Jet wird auch für die sogenannte nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft. Dabei geht es um ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete Zugriff auf US-Atombomben haben und diese im Ernstfall transportieren.

Allerdings ist die F35 nur in geringer Stückzahl verfügbar. Das liegt laut des Dokuments an der schlechten Verfügbarkeit von Ersatzteilen liegen. Darüber hinaus bestehe ein weiteres Problem. Laut des Dokuments fehle dem Jet, den die Bundesregierung erwerben will, die Kompatibilität mit den Freifall-Atombomben Typ B61. Dabei handele es sich um ein Softwareproblem.

F-35-Jet: Modernes Flugzeug mit alten Problemen

Auch die Weiterentwicklung der Software scheint problematisch. Fehler, die eigentlich schon bekannt und beseitigt sind, tauchen laut des Berichts immer wieder auf. Die Wartungssoftware sollte eigentlich eigenständig Fehler und Schäden ausfindig machen können und Ersatzteile und Reparaturen bestellen können. Diese funktioniere ebenfalls nicht, wie es heißt.

Viele Länder Europas haben bereits F-35-Jets von den USA erworben, so etwa Großbritannien, Italien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande. Mit der Entscheidung zugunsten der F-35 beendete das Verteidigungsministerium eine jahrelange Prüfung von Optionen. Langfristig setzt Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Spanien auf das europäische Projekt Future Combat Air System (FCAS). Diese Flugzeuge dürften aber erst ab 2040 zur Verfügung stehen. (marv)

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