Umweltaktivisten der Organisation Extinction Rebellion haben das Wasser der Rur mit dem Farbstoff Uranin grün eingefärbt, um gegen die Verschmutzung des Wassers durch Kohleabbau aufmerksam zu machen.
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Umweltaktivisten der Organisation Extinction Rebellion haben das Wasser der Rur mit dem Farbstoff Uranin grün eingefärbt, um gegen die Verschmutzung des Wassers durch Kohleabbau aufmerksam zu machen.

Klimaaktivisten 

Extinction Rebellion startet Aktionstage

Mit Aktionen in Berlin und an der Rur hat „Extinction Rebellion“ auf Missstände in Sachen Klimaschutz aufmerksam gemacht.  

Update vom 12.06.2020, 11.45 Uhr:

Klimaaktivisten von

Extinction Rebellion

haben für Montag in Berlin zu einer 24-Stunden-Kundgebung vor dem Bundeswirtschaftsministerium aufgerufen. Damit solle die Forderung nach einer

Klimawende

unterstrichen werden, sagte

Extinction Rebellion

-Sprecherin Annemarie Botzki am Freitag in Berlin. „Die Chance ist jetzt greifbar, den Restart unserer Gesellschaft nach der Corona-Krise als Aufbruch für einen Kurswechsel zu nutzen“, sagte Botzki.

Die Kundgebung in Berlin ist Teil von zahlreichen Aktionen unter dem Motto #WeiterSoWarGestern, die bis zum 21. Juni in mehr als 40 deutschen Städten geplant sind. Den Auftakt macht ein an diesem Freitagabend beginnendes dreitägiges „Digitales Klimafestival“. In den kommenden Tagen sollen dann „Aktionen zivilen Ungehorsams“ folgen. Sie richteten sich gegen Einrichtungen, die den Klimaschutz blockieren, hieß es in der Ankündigung.

„Nach der Corona-Krise können wir nicht zur alten Geschäftsordnung zurückkehren, denn wir steuern global auf gefährliche Kipppunkte zu“, so Botzki weiter: „2020 bleibt das entscheidende Jahr, in dem die Politik endlich die überlebensnotwendigen Entscheidungen treffen muss, um die drohende Klimakatastrophe und den Kollaps der Ökosysteme aufzuhalten.“

Mit den Aktionen holt Extinction Rebellion eine eigentlich für Anfang Mai geplante „Rebellionswelle“ nach, die wegen der Covid-19-Pandemie aber verschoben wurde. Wegen des weiterbestehenden Infektionsrisikos werde aber auf zentrale Massenproteste verzichtet, hieß es.

Erstmeldung: Extinction Rebellion mit Aktionen an Spree und Rur 

Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion haben am Donnerstag Abschnitte von Spree und Rur mit einer giftgrünen Flüssigkeit eingefärbt. Mit der Farbaktion unter dem Motto „Kohle vergiftet“ wolle man gegen die Wasserverschmutzung demonstrieren, die durch den Kohleabbau verursacht werde, teilten die Aktivisten auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Eingefärbt wurden Teile der Spree in der Lausitz in Brandenburg unweit des Kraftwerks Schwarze Pumpe und im Berliner Regierungsviertel. Die Rur färbten die Aktivisten beim nordrhein-westfälischen Düren ein. Die Flüsse stünden beispielhaft für eine Vielzahl an Gewässern, die durch die Kohlegewinnung verseucht wurden und werden, hieß es: „Die Ökosysteme der Gewässer werden durch den Kohleabbau vergiftet und zerstört. Das machen wir sichtbar.“

In Berlin rückten Polizei, Wasserschutzpolizei und Feuerwehr an der Marshallbrücke in Berlin-Mitte an, um Wasserproben zu entnehmen. Laut Extinction Rebellion handelt es sich um Uranin, einen toxikologisch unbedenklichen Farbstoff, der von Wasser- und Abwasserbehörden zur Gewässermarkierung eingesetzt wird.

Für die kommenden Tage hat die Klimaschutzbewegung weitere Aktionen in ganz Deutschland angekündigt. Unter dem Motto #WeiterSoWarGestern sei vom 12. bis 21. Juni eine „dezentrale und digitale Aktionswelle gegen klimafeindliche Wirtschaftspolitik“ geplant, hieß es. Die zahlreichen Aktionen zivilen Ungehorsams würden sich an Bundesregierung, Ministerien, Lobbybüros und Unternehmen richten, die aus Sicht der Aktivisten „den Klimaschutz blockieren“. (epd/skr)

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