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Der frühere iranische Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani darf nicht zu den bevorstehenden Präsidentenwahlen im Iran antreten.

Iran Rafsandschani

Ex-Präsident darf nicht zur Wahl antreten

Der frühere iranische Staatschef Rafsandschani darf bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in seinem Land nicht antreten. Rafsandschani spricht sich für einen politischen Kurswechsel im Iran aus.

Der frühere iranische Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani darf nicht zu den bevorstehenden Präsidentenwahlen in seinem Land antreten. Das entschied der Wächterrat, der in den islamischen Land über die ideologische Qualifikation der Kandidaten urteilt, am Dienstag. Im Iran wird am 14. Juni der Nachfolger von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gewählt. Acht Kandidaten wurden zugelassen.

Der moderate Kleriker Rafsandschani hatte sich jüngst für einen politischen Kurswechsel im Iran ausgesprochen. Auch der seit Jahren schwelende Atomstreit mit dem Westen sei mit rationalen Argumenten zu lösen, sagte er. Wegen Kritik an Ahmadinedschad und Unterstützung für die reformorientierte Opposition war er in den vergangenen Jahren sowohl beim Klerus als auch im konservativen Lager in Ungnade gefallen. Seine Gegner argumentierten auch, Rafsandschani sei mit 78 Jahren zu alt.

Unter den zugelassenen Kandidaten sind der ehemalige Außenminister Ali Akbar Welajati und der Atom-Chefunterhändler Said Dschalili. Vier gehören dem konservativen, zwei dem Reformer-Lager an, weitere zwei sind unabhängig. Der umstrittene Amtsinhaber Ahmadinedschad darf im Juni nicht noch einmal antreten. (dpa)

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