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Cem Özdemir berichtet von Steinewürfen gegen sein Haus. 

Angriff auf Wohnhaus

Ex-Grünen-Chef Özdemirs Haus mit Stein beworfen

Das Haus des Grünen-Politikers Cem Özdemir wird mit einem Stein beworfen. Es ist nicht das erste Mal, das Özdemir bedroht wird. 

Das Haus des früheren Grünen-Parteichefs Cem Özdemir ist nach Angaben des Politikers mit einem Stein beworfen worden. „Ein Stein wurde gegen unsere Haustür geworfen. Die Botschaft galt wohl mir“, twitterte der 53-jährige Bundestagsabgeordnete am Montagabend und fügte ein Foto einer zersprungenen Glasscheibe an.

Cem Özdemir will sich nicht einschüchtern lassen

Weiter schrieb er: „Ich werde weiterhin und überall dort lautstark meine Stimme erheben, wo andere Stimmen verstummen sollen. ‚Wer nichts waget, der darf nichts hoffen‘, wusste schon unser Schiller.“ Erst Anfang November hatten Özdemir und seine Parteikollegin Claudia Roth Morddrohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten erhalten. Mutmaßlich hatte die rechtsterroristische Gruppe „Atomwaffen Division Deutschland“ an Roth und Özdemir E-Mails verschickt, in denen formuliert wurde, sie stünden beide auf einer „Todesliste“. 

Özdemir hatte seinerzeit kommentiert: „Hasskriminalität ist kein Kavaliersdelikt und kein Problem der virtuellen Welt, sondern Gift für unser tägliches Zusammenleben.“

Wo sich der Steinwurf ereignete, blieb zunächst unklar. Özdemir ist als Bundestagsabgeordneter oft in Berlin, seinen Wahlkreis hat er in Stuttgart. Die Polizei in Berlin konnte den Vorfall zunächst nicht bestätigen, wollte sich aber zu einem späteren Zeitpunkt dazu äußern. 

Cem Özdemir erhält Solidarität von Kolleginnen

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, reagierte auf Özdemirs Tweet und schrieb: „Lieber Cem. Wir haben noch viel zu tun. Alles Liebe Deiner Familie!“ Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, schrieb auf Twitter: „Ich finde es stark, dass Du darüber sprichst und weiter machst. Aber genau so muss es sein: keinen Millimeter den Hetzern, Hatern, Faschisten, Nazis, Extremisten und allen Antidemokraten.“ (FR mit dpa)

Lesen Sie hier unseren Kommentar zu Todesdrohungen gegen Politiker*innen: „So erschreckend die Morddrohungen gegen die Grünen-Politiker Claudia Roth und Cem Özdemir sind, so notwendig ist es, sie ernst zu nehmen. Es ist auch richtig, sie als einen Angriff auf die freiheitliche Demokratie zu verurteilen. Außerdem muss der Rechtsstaat gegen die rechtsextremen und potenziellen Gewalttäter mit allen Mitteln vorgehen.“ (FR/dpa)

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