Selbstkritische Grüne: nach Wahl-Schlappe wollen sie weg von Imperativen

Analyse

Selbstkritische Grüne: nach Wahl-Schlappe wollen sie weg von Imperativen

Bei der Europawahl rutschen die Grünen auf 11,9 Prozent ab – nach 20,5 Prozent fünf Jahre zuvor. Der Dämpfer hallt nach. Was kann die Partei besser machen? Acht Lehren sollen helfen.
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Europawahl 2024

Die Europawahl steht an: Im Juni 2024 bestimmen rund 350 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, welche Abgeordnete ins Europäischen Parlament einziehen werden. In Deutschland ist der Termin am Sonntag, 9. Juni.


Teilnehmen darf, wer mindestens 16 Jahre alt ist und am Wohnort ins Wahlverzeichnis eingetragen ist. Es ist auch möglich, per Briefwahl oder aus dem Ausland zu wählen.

Rechte Fraktionen im EU-Parlament: Die Rechtsextremen eint ihr Ziel
Meinung

Kommentar

Rechte Fraktionen im EU-Parlament: Die Rechtsextremen eint ihr Ziel

Es ist naiv zu hoffen, dass sich die neue rechtsextreme Fraktion im EU-Parlament durch Querelen schwächen könnte. Die AfD könnte in dem Umfeld radikaler werden. Ein Kommentar.
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Regierungssprecherin von Macrons Partei wenige Tage vor Frankreich-Wahl angegriffen
Politik

„Zutiefst schockiert“

Regierungssprecherin von Macrons Partei wenige Tage vor Frankreich-Wahl angegriffen

Die Sprecherin der französischen Regierung und ihr Team werden angegriffen. Zwei Personen werden verletzt. Die Angst vor Gewalt nimmt weiter zu.
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Orban und FPÖ-Boss gründen neue Rechtsaußen-Fraktion im EU-Parlament
Politik

Nach der Europawahl

Orban und FPÖ-Boss gründen neue Rechtsaußen-Fraktion im EU-Parlament

Im EU-Parlament bahnt sich eine neue Rechtsaußen-Fraktion an. FPÖ und Orbans Fidesz-Partei planen wohl ihre Zusammenarbeit – AfD-Beteiligung bleibt offen.
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Europawahl: Kandidatinnen und Kandidaten im Blick

Politik

Europawahl

Ursula von der Leyen: Die Wandelbare

Ursula von der Leyen will ein zweites Mal EU-Kommissionspräsidentin werden. Doch für die Macht muss sie bei ihren Überzeugungen weiter Abstriche machen. Von Silvia Bielert.
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Politik

Porträt zur Europawahl

FDP-Kandidatin Strack-Zimmermann: Die Preußin

Marie-Agnes Strack-Zimmermann gibt für die Europawahl mächtig Gas und macht (fast) vergessen, dass sie für die FDP antritt. Ein Porträt.
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Politik

EU-Wahl

Grünen-Kandidatin Terry Reintke: Die Optimistin

Terry Reintke ist Spitzenkandidatin der Grünen und versucht trotz des Abwehrkampfs gegen rechts eine positive Perspektive auf Europa zu halten. Ein Porträt.
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Politik

Porträt

Freie-Wähler-Kandidatin Christine Singer bei der Europawahl 2024: Die Europabäuerin

Christine Singer ist Spitzenkandidatin der Freien Wähler für die Europawahl und verabschiedet sich vom Dirndl – a bisserl. Ein Porträt.
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Politik

Porträt zur Europawahl

CSU-Kandidat Manfred Weber: Der Übergangene

Manfred Weber von der CSU blieb 2019 der Spitzenjob der EU verwehrt. Wie tickt er heute? Ein Porträt von Jakob Maurer.
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Politik

Porträt zur Europawahl

BSW-Kandidat Fabio de Masi: Der Finanzexperte – zwischen Cum-Ex und Wirecard

Warum der Ex-Linkspolitiker Fabio De Masi jetzt für das Bündnis Sahra Wagenknecht ins Europaparlament will. Ein Porträt.
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Politik

Interview zur Europawahl

Volt-Kandidat Boeselager vor Europa-Wahl: „Bürger sind von der Leyen egal“

Damian Boeselager kam als Einzelkämpfer für Volt ins EU-Parlament – und hofft auf eine eigene Fraktion. Ein Interview.
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Politik

Porträt zur Europawahl

Maximilian Krah bei der Europawahl: Das ist der Spitzenkandidat der AfD

Maximilian Krah galt vor kurzem noch als scheinbar unschlagbar, der Durchmarsch bei der Europawahl als sicher. Jetzt wird Krah langsam zum Problem für die AfD. Ein Porträt.
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Politik

Porträt zur Europawahl

Carola Rackete bei der Europawahl: Die Unerwartete auf der Linke-Liste

Die Aktivistin Carola Rackete will für die Linke ins Europaparlament – doch ohne außerparlamentarische Bewegungen geht aus ihrer Sicht nichts. Ein Porträt.
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Politik

Fraktionsbildung im EU-Parlament

Zerwürfnis im rechten EU-Lager: AfD tritt aus ID-Parteienverbund aus – und umgarnt Orban

Die rechte ID-Fraktion im EU-Parlament hatte die AfD rausgeworfen, jetzt ist auch der Austritt aus dem ID-Parteienverbund beschlossen.
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Politik

Fragwürdige Partner an Bord

„Das ist der ganz, ganz rechte Rand“: AfD sucht neue Freunde in Europa – und erschreckt offenbar selbst

Die AfD ist auf Brautschau in Brüssel. Das Projekt kommt unerwartet doch noch ins Stocken – ein Experte ordnet die möglichen Partner ein.
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Politik

Jungpartei müsste „wildern“

Wagenknecht vor erster Stunde der Wahrheit: BSW sucht Partner in Europa – wer das sein könnte

Sahra Wagenknechts BSW muss sich wohl in Bälde in erste Allianzen einsortieren. In Europa sind heikle Partner denkbar – und Probleme.
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Wirtschaft

Bei G20-Treffen auf der Agenda

„Besteuert die Reichen“: Mehrheit der Deutschen für Vermögens­steuer

Beim G20-Finanzminister-Treffen steht eine Sondersteuer für Superreiche erstmals auf der Agenda. Der Großteil der Menschen in den größten Volkswirtschaften der Welt befürwortet eine solche Steuer.
„Besteuert die Reichen“: Mehrheit der Deutschen für Vermögens­steuer
Politik

Nach Europawahl

Neue Rechte-Fraktion vorerst gescheitert: Die AfD steht im EU-Parlament noch immer alleine da

Die AfD steht auch knapp drei Wochen nach der Europawahl ohne Fraktion da. Das birgt ein großes Risiko für die Partei.
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Politik

Erhebungen sagen Triumph voraus

Umfrage zur Frankreich-Wahl: Marine Le Pens Rechtspopulisten vor absoluter Mehrheit

Marine Le Pen kann der Frankreich-Wahl optimistisch gegenüberstehen: Umfragen sagen ihr teils die absolute Mehrheit voraus. Macron ist abgeschlagen.
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Politik

Seenotrettung

Zwei Bootsunglücke vor Italiens Küste – wieder Tote und Vermisste im Mittelmeer

Erneut hat es Tote und Verletzte auf der Fluchtroute übers Mittelmeer gegeben. Nach zwei Bootsunglücken werden noch rund 70 Menschen vermisst.
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Politik

Wahl in Frankreich

„Frexit nach innen“: Was Le Pens EU-Programm bedeuten würde

Die rechtsnationale Marine Le Pen könnte als französische Präsidentin die EU aus ihren Angeln heben. Ein Blick auf das Programm ihrer Partei.
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Politik

Macrons Auflösung des Parlaments

Frankreich-Wahl: „Nazi-Jäger“ Klarsfeld stellt sich gegen Linke – und würde eher Le-Pen-Partei wählen

Kurz vor der Parlamentswahl in Frankreich sorgt „Nazi-Jäger“ Klarsfeld für Aufsehen. Unterstützung für Juden sieht er nur bei der Partei von Marine Le Pen.
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Kommentare

Leitartikel

Nach der Europawahl: Die Grünen am Scheideweg – Wie kann die Wende gelingen?

Die Grünen müssen sich nach der desaströsen Europawahl an die Themen heranwagen, die das Land umtreiben. Und das ist nicht nur der Klimaschutz. Der Leitartikel
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Politik

Nach EU-Wahlerfolg

Historikerin warnt vor AfD-Irreführung: „Volkswille wird verzerrt repräsentiert“

Die Deutschlandkarte erscheint mit Blick auf die Europawahl geteilt. Im Osten blau, im Westen schwarz. Die Historikerin Claudia Gatzka warnt vor diesem Bild.
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Politik

Foreign Policy

Frankreich vor den Neuwahlen: Was hat sich Macron bloß dabei gedacht?

Nach dem Sieg der rechten Partei von Le Pen verordnet Macron Neuwahlen. Wegen mehreren Gründen ist die Strategie gewagt. Das könnte passieren.
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Politik

Erstes Groß-Treffen am Montag

Meloni pokert, BSW orakelt – und der Ball liegt auch bei Scholz: Das Ringen nach der EU-Wahl beginnt

Wer lenkt künftig in der EU? Schon am Montag steht das erste Sondertreffen an – es geht um Ursula von der Leyens Zukunft. Viele Fragen sind offen:
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Politik

Analyse

Ex-Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: „Weniger Empörung hätte der Ampel gutgetan“

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, einst „Jeanne d‘Arc der Bürgerrechte“ genannt, erklärt, weshalb das Ansehen der Ampel gelitten hat und was sie dem Bündnis Sahra Wagenknecht zutraut.
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Politik

Nach Europawahl

Rechter EU-Machtpoker ohne AfD: Le Pen, Meloni und Orbán loten neue Bündnisse aus

Der Machtpoker beginnt und die AfD ist vorerst außen vor. Ihre ehemalige ID-Fraktion um Le Pen, Wilders und die FPÖ hat scheinbar große Pläne – mit Orbán.
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Politik

Rechtsruck bei Europawahl

EU-Migrationspolitik: „Die Abschottung kann nicht gelingen“

Forscherin Glorius über Europas Migrationspolitik nach der Wahl, menschenrechtliche Verpflichtungen der EU und gefährliche Verschärfungsdebatten. Ein Interview.
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Politik

Nach der EU-Wahl 2024

„Rote Linien überschritten“ – Bruch der rechten ID-Fraktion mit AfD bleibt trotz Krah-Rauswurf bestehen

Der Bruch mit der AfD scheint für die rechte ID-Fraktion im EU-Parlament endgültig. Krah empfiehlt seiner Partei, sich anderweitig nach Partnern umzuschauen.
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Politik

Bröckelt die Brandmauer?

Anbandeln mit Le Pen nach Europawahl: CDU droht französischer Schwesterpartei mit EVP-Ausschluss

Republikaner-Chef Ciotti will mit Le Pens Partei kooperieren. Die Union droht auf EU-Ebene mit Konsequenzen. Ciotti hat seine eigene Kritik an der Union.
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Politik

EU-Delegation stimmt gegen Krah

„Zeigen wir ihnen, zu wem wir stehen“ – AfD-Parteibasis protestiert nach Krah-Rauswurf aus EU-Delegation

Die Vorwürfe gegen AfD-Politiker Krah wiegen schwer. Trotzdem wollen ihn viele weiter in der EU-Delegation der Partei – und greifen die Parteispitze an.
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Politik

IPPEN.MEDIA-Gespräch

„Kurs der Mitte“ nach EU-Wahl: NRW-Ministerin Neubaur warnt ihre Partei vor „grüner Klientelpolitik“

NRW-Vizeministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) spricht über den BVB-Deal mit Rheinmetall, ihre persönliche Zeitenwende und die harte Schlappe ihrer Partei bei der Europawahl.
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Politik

14 Parteien ziehen ins Parlament ein

Europawahl 2024: Wie lief es für die kleinen Parteien aus Deutschland?

Gerade nach großen Wahlereignissen fokussiert sich die Debatte häufig auf großen Parteien. Wie sieht es denn für die kleinen Gewinner und Gewinnerinnen der Europawahl 2024 aus?
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Politik

Bleibt Ursula von der Leyen?

Neue Machtverteilung nach Europawahl: Wer ist für welchen Top-Job im Rennen?

Konservative, Sozialdemokraten und Liberale sind im neuen EU-Parlament am stärksten. Sie machen nun untereinander die Besetzung der Spitzenposten aus.
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Politik

Interview

Rechtsruck bei der Europawahl: Lehren aus der Vergangenheit – „Viel hängt von Brandmauer der Union ab“

Europa rückt weiter nach rechts. Kommissionspräsidentin von der Leyen schließt eine Zusammenarbeit mit rechten Kräften nicht aus – aus historischer Sicht eine gefährliche Entscheidung.
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Politik

„Verständigung“ angekündigt

Neuwahlen in Frankreich nach Europawahl: Bardella bestätigt – Konservative öffnen sich für Rechtspopulisten

Macrons Ankündigung von Neuwahlen überraschte. Will er, dass Le Pen gewinnt? Womöglich setzt der Präsident auf Entzauberung gegen Entteufelung.
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Politik

Wahl des EU-Parlaments

Europawahl: Wann es in welchem Land die Ergebnisse gibt

Die Europawahl ist ein logistisches Großereignis. Erfahren Sie, welche Länder wann wählen und wann die ersten …
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Politik

Wie viele Kreuze?

Stimmzettel für Europawahl ausfüllen: Wie wählt man auf dem Wahlzettel der EU-Wahl 2024?

Am 9. Juni ist in Deutschland Europawahl. Auf dem Stimmzettel stehen 34 Parteien zur Wahl. Was müssen Sie beim …
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Politik

Parteien in Deutschland

Das Bündnis Sahra Wagenknecht: Die „Mission“ der Partei

Die deutsche Parteienlandschaft bekommt Zuwachs. Das Bündnis Sahra Wagenknecht unter Vorsitz seiner Namensgeberin ist …
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Politik

Übersicht

Briefwahl bei der Europawahl 2024: Bis wann kann ich die Unterlagen abgeben?

Der Countdown zur Europawahl im Juni hat begonnen. Die Stimme kann auch per Brief abgegeben werden. Bis wann kann man …
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Überblick

Europawahl 2024: Das müssen Sie zur Wahl des Parlaments wissen

Wie läuft die Europawahl ab? Wie arbeitet das Europaparlament? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

Die Europawahl steht an: Im Juni 2024 wählen rund 350 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Alle wichtige Fakten im Überblick.

Wann wird gewählt? Der Termin der Europawahl 2024

Die Europawahl zieht sich über mehrere Tage im Juni. Dabei sind die tatsächlichen Wahltage in den EU-Staaten unterschiedlich: In Deutschland wird beispielsweise am Sonntag, 9. Juni, abgestimmt. Im Vergleich dazu wird in anderen Ländern der EU teilweise schon in den Tagen zuvor gewählt. Erster Wahltag ist Donnerstag, der 6. Juni. Dann wird zum Beispiel in den Niederlanden gewählt.

Die Europawahl steht an: Was wird überhaupt gewählt?

Die Bürgerinnen und Bürger wählen in jedem Mitgliedsland die Abgeordneten ihres jeweiligen Landes, die für die Wahlperiode 2024 bis 2029 in das EU-Parlament einziehen: Im Kern ist es somit eine nationale Wahl, in zahlreichen Ländern, die nahezu parallel stattfindet.

Europaweite Kandidatenlisten gibt es dabei nicht. Je nach Größe stehen den Staaten unterschiedlich viele Sitze zu. Deutschland (mit einer Bevölkerungszahl von 83,2 Millionen) hat mit 96 Sitzen die meisten im Europäischen Parlament. Frankreich (Bevölkerungszahl von 67,75 Millionen) hat insgesamt 81 Sitze, Österreich hat 20 Sitze. Sechs Sitze stehen jedem Land mindestens zu.

Ist die Europawahl undemokratisch, weil kleine Länder mehr Sitze erhalten?

Rechnerisch ist die Wahl tatsächlich ungleich. Die Europawahl ist frei, direkt und geheim. Das demokratische Prinzip, wonach jede Wählerstimme gleich viel wert ist („One man, one vote“), gilt allerdings nicht.

Jede und jeder der 96 Abgeordneten aus Deutschland repräsentiert derzeit rund 867.000 Personen. Im Gegensatz dazu steht einer der sechs Parlamentarier von Malta für nur knapp 86.400 Menschen seines oder ihres Landes. Im Parlament unterscheidet sich das Stimmgewicht der Abgeordneten jedoch nicht, unabhängig von der Einwohnerzahl ihres Landes. Das ist in den EU-Verträgen festgeschrieben. Aber warum ist das so?

Zwei Gründe: Legte man den Maßstab „ein Abgeordneter pro 80.000 Menschen“ für alle Staaten zugrunde, ergäbe dies ein riesiges Parlament mit Tausenden Abgeordneten. Das wäre nicht nur unbezahlbar für EU und somit die Mitgliedsstaaten, sondern auch kaum arbeitsfähig. Würde man hingegen den deutschen Maßstab „ein Abgeordneter pro 860.000 Personen“ anlegen, hätten einige der EU-Mitgliedstaaten (Beispiel Luxemburg mit einer Bevölkerungszahl von knapp über 640.000) keinen oder nur einen Abgeordneten. Das wäre schlichtweg auch nicht gerecht.

Europaparlament: Wie viele Abgeordnete gibt es?

720 Abgeordnete werden insgesamt bei der Europawahl 2024 gewählt. Das sind 15 mehr als im bisherigen Parlament, aber 31 weniger als vor dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs Ende Januar 2020. 

Wer darf bei der Europawahl eigentlich wählen?

Alle volljährigen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger dürfen an der Wahl teilnehmen. Laut Angaben des Bundeswahlleiters sind rund 66 Millionen Menschen wahlberechtigt. Wie auch bei einer Bundestagswahl oder einer Landtagswahl erhalten sie vor der Abstimmung ihre Wahlbenachrichtigung per Post.

Personen, die mehrere EU-Staatsbürgerschaften besitzen, können sich hingegen aussuchen, für welches der Länder sie die Abgeordneten wählen wollen.

Hilfe für Unentschlossene

Der Wahlomat zur Europawahl 2024 – Das müssen Sie darüber wissen

Wichtig ist dabei jedoch: Sie dürfen nur für einen Staat ihre Stimme abgeben. Im EU-Ausland lebende Wahlberechtigte können entweder am Ort ihres Wohnsitzes oder in ihrem Herkunftsland wählen. Das Wahlrecht steht auch dauerhaft im Ausland lebenden volljährigen Deutschen zu.

Für die Teilnahme an der Europawahl gelten folgende Zulassungsbedingungen:

Voraussetzung ist, dass man

  • das 16. Lebensjahr vollendet hat (bei der Europawahl 2024 ist das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt worden)
  • in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist
  • seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland oder in den übrigen EU-Mitgliedstaaten eine Wohnung innehat oder sich sonst gewöhnlich aufhält
  • nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist
  • In Deutschland lebende EU-Bürgerinnen und -Bürger müssen sich entscheiden, ob sie an ihrem Wohnsitz in Deutschland oder in ihrer Heimat wählen möchten.

Briefwahl bei der Europawahl – Das müssen Sie beachten

Ja, Briefwahl ist auch bei der Europawahl möglich. Wer seine Wahlunterlagen erhalten hat, kann damit seine Briefwahlunterlagen für beantragen. Je nach Wohnort geht das entweder persönlich vor Ort bei der Gemeindeverwaltung: per Post, E-Mail, Fax oder auch über das Internet. 

Wie viele Kreuze Sie bei der Europawahl 2024 haben

In Deutschland haben alle Wahlberechtigten eine Stimme. Diese kann er an eine der Listen vergeben, mit denen sich Parteien und politische Vereinigungen zur Wahl stellen. Auf den geschlossenen Listen finden sich Kandidatinnen und Kandidaten in einer festgelegten und nicht mehr veränderbaren Reihenfolge. Je mehr Stimmen eine Liste erhält, umso mehr der dort stehenden Personen ziehen ins Parlament ein.

Existiert eine Sperrklausel bei der Europawahl? 

Nein, eine Sperrklausel, wie zum Beispiel die Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl, gibt es bei der Wahl zum EU-Parlament in Deutschland nicht. In anderen EU-Ländern, wie etwa in Österreich, gibt es eine solche Sperrklausel. Sie liegt bei vier Prozent. Zur Europawahl können politische Parteien und sonstige politische Vereinigungen Listen einreichen. Diese müssen bei der Europawahl 2024 bis zum 83. Tag vor der Wahl (18. März 2024 18 Uhr) eingereicht werden.

Bei der Europawahl 2019 traten insgesamt 41 Parteien und Gruppierungen an – mit mehr als 1300 Kandidatinnen und Kandidaten.

Was entscheidet das Europaparlament in Brüssel/Straßburg?

Das Europäische Parlament ist der europäische Gesetzgeber. Es verfügt zwar kein eigenes Initiativrecht, es gibt jedoch Schätzungen, wonach rund 80 Prozent der Gesetzgebung in Deutschland auf Initiativen in der EU zurückgehen.

Das EU-Parlament berät über die von der Kommission vorgelegten Verordnungen und Richtlinien. Dabei gibt es jedoch nicht die Konstellation „Regierung vs. Opposition“. Zu jedem Thema gibt es eine oder einen sogenannten Berichterstatter oder eine Berichterstatterin, der die Verhandlungen im Parlament federführend leitet, bis eine Einigung mehrheitlich gefunden ist. Dann gibt es Verhandlungen zwischen Parlament, Kommission und Rat (der „TRILOG“). Dort müssen Vertreter aller drei Institutionen schließlich einen Kompromiss finden. Erst dann wird die Vorlage zum europäischen Gesetz – und wirkt sich wiederum auf die Gesetzgebung in den EU-Mitgliedsstaaten aus.

Wo tagt das Europaparlament und wie oft tritt es zusammen?

Das gesamte Europäische Parlament kommt in der Regel zwölf Mal jährlich für mehrere Tage zu Plenarsitzungen in Straßburg zusammen. Gelegentlich gibt es auch zusätzliche Zusammenkünfte in Brüssel, dem Hauptsitz der Europäischen Union. Dort tagen auch die 20 Ausschüsse des Parlaments. Dazu kommen zahlreiche Fraktionssitzungen, in welchen sich diverse politischen Gruppierungen abstimmen – und auf die Sitzungswochen vorbereiten.

Was hat es mit den Fraktionen im Europaparlament auf sich? 

In den Fraktionen finden sich Abgeordnete aus unterschiedlichen Ländern, mit ähnlichen politischen Grundausrichtungen, zusammen. Um eine Fraktion zu bilden, müssen sich Parlamentarier aus mindestens einem Viertel der Mitgliedstaaten zusammentun.

Folgende Fraktionen im Europäischen Parlament sind die größten:

  • Europäische Volkspartei (EVP): Dazu zählen auch CDU und CSU.
  • Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D): Dazu zählt die SPD.

Insgesamt gibt es sieben Fraktionen im Parlament. 56 Abgeordnete sind fraktionslos.

Wie hoch ist der Frauenanteil im Europaparlament? 

Der Frauenanteil im Parlament steigt von Europawahl zu Europawahl. Anfang 1979 waren es noch 16,3 Prozent, 2019 schließlich 40,6 Prozent. Der Anteil im derzeitigen Europäischen Parlament schwankt zwischen 15 Prozent bei Rumänien und 57 Prozent bei Finnland. Das 96-köpfige deutsche Kontingent liegt mit 34,6 prozentigem Frauenanteil im Mittelfeld. (cs/tu)

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