1. Startseite
  2. Politik

Für die Ukraine: EU will Musks Starlink-Internet abkaufen

Erstellt:

Von: Kira Müller

Kommentare

Die EU-Länder diskutieren, ob sie Mittel bereitstellen können, um den Starlink-Internet-Zugang von Elon Musks Raumfahrt-Firma SpaceX für die Ukraine sicherzustellen.

Luxemburg – Kommunikation für Zivilisten und das ukrainische Militär inmitten des Ukraine-Krieges: Elon Musks Raumfahrt-Firma SpaceX hatte kurz nach dem russischen Angriff den Satelliten-Internetdienst Starlink in der Ukraine aktiviert, finanziert und die nötigen Empfangsanlagen geliefert.

Bisher habe man dem Tesla-Chef nichts für den Betrieb des Internet-Dienstes Starlink in der Ukraine bezahlt, sagte ein Pentagon-Sprecher. Und obwohl Musk für die Dienste vorerst bezahlen würde, beschäftigt sich die EU mit einer langfristigen Lösung. Diese Pläne über die Internet-Finanzierung in der Ukraine hatte Gabrielius Landsbergis, der litauische Außenminister, am Montag (17. Oktober) in einem Interview der US-amerikanischen Tageszeitung Politico bekannt gegeben.

SpaceX wird Internetdienste für Ukraine nicht auf unbestimmte Zeit bezahlen

Die Warnung von Musk, dem reichsten Mann der Welt, dass seine SpaceX-Firma die Internetdienste der Ukrainer nicht auf unbestimmte Zeit bezahlen können, machte der Unternehmer neben dem Vorschlag, dass die US-Regierung die Rechnungen bezahlen solle. Eben diesen Vorschlag nahm er später zurück und äußerte, dass er für die Dienste weiterhin aufkommen werde.

Elon Musk steht vor Scheinwerfern
Elon Musk finanziert derzeit das Starlink-Internet für die Ukraine – EU diskutiert über dauerhafte Lösung © Susan Walsh/dpa

Laut einem Brief von SpaceX, aus dem der US-Fernsehsender CNN zitierte, kostet der Betrieb in der Ukraine bis Ende des Jahres mehr als 120 Millionen Dollar. In den kommenden zwölf Monaten seien es fast 400 Millionen Dollar.

Starlink-Zugang nicht in den Händen von Musk lassen

Daraufhin schlug der litauische Außenminister Landsbergis vor, den Zugang zum Internet nicht einer einzelnen „supermächtigen“ Person zu lassen, die eines Tages sagen könne, dass er die Dienste nicht mehr bezahlen wolle, und die Ukrainer deshalb am nächsten Tag ohne Internet dastehen lassen könnte. „Ich dachte mir, dass es wahrscheinlich viel besser ist, dies als vertragliche Vereinbarung zwischen, sagen wir, einer Koalition von Ländern zu haben, die den Starlink-Dienst von Elon Musk kaufen könnten, und ihn den Ukrainern weiterhin zur Verfügung stellen.“

Dieses Thema wurde beim Treffen der 27 EU-Außenminister aufgegriffen und diskutiert. „Bestimmte Länder haben sich auch angeschlossen“, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, spezifizierte aber nicht, welche Länder genau sich beteiligen wollen. (Kira Müller)

Auch interessant

Kommentare