Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit, kommen zu einer Debatte über das einheitliche Vorgehen der EU bei Corona-Impfungen im Europäischen Parlament.
+
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit, kommen zu einer Debatte über das einheitliche Vorgehen der EU bei Corona-Impfungen im Europäischen Parlament. Dort gesteht von der Leyen Fehler ein.

Corona-Pandemie

„Wir waren spät dran“: Von der Leyen räumt Fehler bei Impfstoff-Beschaffung ein

Bei einer Sitzung des Europaparlaments räumt Ursula von der Leyen Fehler ein. Gleichzeitig verteidigt sie die europäische Herangehensweise.

Brüssel - Nach massiven Lieferproblemen will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen alles tun, um weitere Engpässe bei der Produktion von Corona-Impfstoffen zu verhindern. Dafür werde ihre Behörde „so hart wie nur irgend möglich arbeiten“, versicherte von der Leyen am Mittwoch (10.02.2021) im Europaparlament. Die gemeinsame Impfstoffbeschaffung verteidigte sie und erhielt dafür Zuspruch der Abgeordneten. Die Linke forderte aber einen Untersuchungsausschuss zu den Vereinbarungen mit der Pharmaindustrie.

Die Industrie habe bei der Produktion mit dem „bahnbrechenden Tempo“ der Impfstoffentwicklung durch die Wissenschaft zunächst nicht schritthalten können, sagte von der Leyen. Moderne Impfstoffe bestünden aus bis zu 400 Bestandteilen. Industriekommissar Thierry Breton solle deshalb nun mit einer Taskforce verhindern, dass es zu Engpässen bei der Beschaffung von Inhaltsstoffen kommt.

Von der Leyen räumte erneut Fehler ein. „Wir waren spät dran bei der Zulassung“ von Impfstoffen, sagte sie. „Wir waren zu optimistisch bei der Massenproduktion und vielleicht waren wir uns auch zu sicher, dass das Bestellte tatsächlich pünktlich geliefert wird.“

Ursula von der Leyen: Kernentscheidungen der EU bei Impfstrategie seien richtig gewesen

Die Kommissionschefin verteidigte aber die europäische Herangehensweise. „Ich mag mir gar nicht ausmalen, was es bedeutet hätte, wenn einige wenige große Mitgliedstaaten sich Impfstoff gesichert hätten und der Rest leer ausgegangen wäre“, sagte sie. Die großen Fraktionen im EU-Parlament hielten ebenfalls an der gemeinsamen Beschaffung fest. „Es ist nicht alles perfekt gelaufen, aber die Kernentscheidungen waren die richtigen“, sagte der Chef der Konservativen, Manfred Weber. Der CSU-Politiker hob besonders die „tolle Arbeit“ von Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hervor. Die Zyprerin war zuletzt ebenfalls in den Fokus der Kritik geraten.

Von der Leyen bekräftigte das Ziel, bis „zum Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Europa“ zu impfen. Ende Januar hatte der britisch-schwedische Impfstoff-Hersteller nach langen Diskussionen zugesagt, mehr Impfstoffdosen an die EU zu liefern. Allerdings warnte von der Leyen auch vor der Gefahr durch die Mutation des Virus. Hier sei unklar, wie wirksam die Impfstoffe seien. Nötig sei deshalb eine schnelle Sequenzierung veränderter Corona-Viren und „ein systematischer Proben- und Datenaustausch“ zwischen Laboren.

Deshalb werde die Kommission die angekündigte Behörde für Gesundheitsnotfälle (Hera) kommende Woche auf den Weg bringen, sagte von der Leyen weiter. Hera solle „die Kooperation zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor“ im Kampf gegen Corona verstärken. (AFP)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare