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„Neues Kapitel“ mit Beitritt Kroatiens zum Euro und zum Schengen-Raum

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Kroatien tritt der Euro-Zone und dem Schengen-Raum bei. EU-Kommissarin Ursula von der Leyen freut sich indes über „zwei große Erfolge“.

Zagreb – Die Schranken an den kroatischen Grenzübergängen öffneten sich am Sonntag (1. Januar) um Mitternacht, als das Land dem Schengen-Raum beitrat und den Euro als Währung einführte.

Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, begrüßte indes in ihrer Rede an der Seite des kroatischen Premierministers Andrej Plenković und der slowenischen Präsidentin Nataša Pirc Musar an einem Grenzübergang in der kroatischen Stadt Bregana „zwei immense Errungenschaften“.

„Nirgendwo in Europa gilt heute mehr, dass es eine Zeit des Aufbruchs und der neuen Kapitel ist, als hier an der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien“, sagte von der Leyen. „Danach ist nichts mehr wie vorher“, sagte Plenković und verwies auf die Vorteile, die die Freizügigkeit und die Währungsunion den Kroaten bringen werden.

Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, an einem Grenzübergang in der kroatischen Stadt Bregana.
Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, an einem Grenzübergang in der kroatischen Stadt Bregana. © Luka Stanzl/Imago

Kroatien tritt Euro-Zone und Schengen-Raum bei: „Stabilität und Glaubwürdigkeit“

In diesem Jahr wird der 10. Jahrestag des EU-Beitritts der ehemaligen jugoslawischen Republik begangen. Von der Leyen lobte die harte Arbeit des kroatischen Volkes und hob Plenković für die Durchsetzung der Reformen hervor, die für den raschen Aufstieg in den EU-Währungsklub erforderlich waren. Sie sagte, der Euro bringe „makroökonomische Stabilität und Glaubwürdigkeit“ im In- und Ausland. „Unsere Bürger und die Wirtschaft werden besser vor Krisen geschützt“, sagte zudem Plenković.

Darüber hinaus, so von der Leyen, sei die Euro-Münze mit dem Marder, der der früheren kroatischen Währung, der Kuna, ihren Namen gab, „ein Symbol für die erfolgreiche Verbindung zwischen Ihrer nationalen Identität und Ihrem europäischen Schicksal“. Die Einführung des Euro geht auf eine lange Kampagne zurück, mit der Kroatien beweisen wollte, dass es die Anforderungen der Währungszone an die Wirtschaftsführung erfüllen kann. (cas)

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