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In Erwartung des Konflikts

Die Erfahrung nährt Hoffnung. Die Schiiten in Irak haben nicht vergessen, dass Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim ihnen seine bewaffnete Brigade von Iran aus

Von Matthias Arning

Die Erfahrung nährt Hoffnung. Die Schiiten in Irak haben nicht vergessen, dass Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim ihnen seine bewaffnete Brigade von Iran aus zur Hilfe schickte. Damals, nach dem Krieg am Golf vor nunmehr zwölf Jahren, als die Schiiten in Basra den Aufstand probten. Hakims Männer sollten ihren Glaubensfreunden in bedrängter Lage beistehen. Aus dieser Erfahrung erwachsen die Erwartungen an den Mann, der gegen das Regime von Saddam Hussein Widerstand geleistet hatte, deswegen inhaftiert wurde, 1980 ins Exil nach Iran gegangen ist und jetzt bei der Rückkehr in sein Heimatland so begeistert empfangen wurde.

Die Erfahrung aus früheren Zeiten speist zugleich auch Skepsis. Vor allem bei den US-Amerikanern. Sie fürchten, Hakim, der Chef des Hohen Rats der Islamischen Revolution im Irak, wolle nach dem Vorbild Iran einen weiteren Gottesstaat in der für Washingtons außenpolitischen Koordinaten überaus bedeutsamen Region errichten. Der Geistliche selbst bemüht sich darum, einen Konflikt mit den Gewinnern des jüngsten Kriegs am Golf unbedingt zu vermeiden. So erwähnte Hakim die USA bei seiner Heimkehr ausdrücklich nicht, ließ aber zugleich keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Iraker selbst ihre zukünftige Regierung bestimmen müssten - unabhängig von den politischen Vorstellungen der Alliierten.

Auf Grund seiner eigenen Erfahrung hielt Hakim jetzt den Zeitpunkt für gekommen, aus dem Hintergrund und offen in Konkurrenz zu anderen Führern der Schiiten zu treten. Das Wissen aus früheren Zeiten lässt einen Kampf erwarten.

Dossier: Krieg gegen Irak

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