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USA erwägen UN-Truppe

Außenministerium sondiert "Idee" für Irak im Sicherheitsrat

Von Dietmar Ostermann

WASHINGTON, 28. August. Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage sagte in einem Interview mit US-Zeitungen, die Regierung in Washington erwäge eine "multinationale Truppe unter UN-Führung", bei der aber "ein Amerikaner der UN-Kommandeur" bleiben würde. UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte in der vergangenen Woche eine ähnliche Konstruktion ins Gespräch gebracht.

Bislang hatten die USA in Irak jedoch in Sicherheitsfragen keine Kompetenzen an die UN abtreten wollen. Nach gegenwärtiger Beschlusslage liegt die militärische Verantwortung und die Führung der Streitkräfte bei den Besatzern aus Großbritannien und den USA. Mehrere Staaten hatten dagegen ein militärisches Engagement in Irak von einem Mandat des UNSicherheitsrats abhängig gemacht.

Weitere Details zu den Überlegungen nannte Armitage zunächst nicht. Dies sei derzeit nicht hilfreich, sagte der enge Vertraute von US-Außenminister Colin Powell. Armitage bezeichnete den Vorschlag als eine "Idee", die bei Gesprächen im UN-Sicherheitsrat über eine neue Irak-Resolution erkundet werde. Diplomaten in New York erwarten, dass Washington und London bis zur UN-Vollversammlung Ende September eine Lösung anstreben. Unklar ist, ob in der Regierung von US-Präsident George W. Bush auch erwogen wird, politische Kompetenzen in Irak an die Vereinten Nationen abzutreten.

Ebenfalls unklar ist, über welchen Rückhalt die von Armitage ins Spiel gebrachte Idee innerhalb der US-Regierung verfügt. Nach Informationen der Washington Post gab es für die Überlegungen des Außenministeriums bislang weder vom Verteidigungsministerium noch vom Weißen Haus grünes Licht. Bisher hatte sich vor allem das Pentagon von Donald Rumsfeld, das derzeit die militärische und zivile Federführung in Irak innehat, gegen eine stärkere Rolle der UN gesperrt. Gefragt, ob er sich US-Soldaten unter UN-Kommando vorstellen könne, hatte Rumsfeld noch am vergangenen Montag erklärt: "Ich denke, das wird nicht passieren."

Aufgebrachte Iraker schossen am Mittwochabend im Süden des Landes auf eine britische Militärpatrouille. Dabei töteten sie einen britischen Soldaten, teilte die britische Armee am Donnerstag mit.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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