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Jeremy Issacharoff, neuer isrealischer Botschafter in Berlin, gilt als erst Wahl seines Premiers Benjamin Netanjahu.
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Jeremy Issacharoff, neuer isrealischer Botschafter in Berlin, gilt als erst Wahl seines Premiers Benjamin Netanjahu.

Israelischer Botschafter

Erste Wahl für Berlin

  • Inge Günther
    VonInge Günther
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Israel schickt Jeremy Issacharoff als Botschafter nach Berlin. Er gilt als herausragender Experte in Atom- und Terror-Fragen.

Ein früherer Vorgesetzter hat Jeremy Issacharoff mal vor vielen Jahren einen „der cleversten Leute“ genannt, denen er begegnet sei. Jetzt schickt Israel seinen ranghöchsten Berufsdiplomaten im Jerusalemer Außenamt als Botschafter nach Berlin. Der 62-Jährige gilt als herausragender Experte in Fragen der Terrorbekämpfung, des iranischen Atomprogramms sowie regionaler und nationaler Sicherheit – alles Felder, denen auch Premier Benjamin Netanjahu gerne Priorität einräumt.

Für Netanjahu, der zugleich als israelischer Außenminister fungiert, ist diese Personalentscheidung erste Wahl. Er soll sich persönlich dafür eingesetzt haben, Issacharoff zum Nachfolger von Yakov Hadas-Handelsman zu bestimmen, der seit März 2012 die israelische Botschaft in Berlin-Dahlem leitete. Der in London geborene Jurist ist zwar kein ausgewiesener Deutschlandkenner. In seiner diplomatischen Karriere war Issacharoff, zuletzt Vize-Generaldirektor im Außenministerium, vor allem mit den Beziehungen zu den USA befasst. Aber in jungen Jahren widmete er seine Examensarbeit der Abschreckung in Zeiten des Kalten Krieges, in dem die damalige Frontstadt Berlin eine zentrale Rolle spielte. Insofern schließt sich für ihn gewissermaßen ein Kreis.

Zum Palästina-Konflikt hat sich Issacharoff selten geäußert

Politisch lässt sich Issacharoff nicht eindeutig festlegen. So wählte ihn auch Schimon Peres als Außenminister in den frühen 90er Jahren zum persönlichen Berater. Es war die Zeit der geheimen Osloer Friedensverhandlungen mit den Palästinensern. Zuvor hatte Issacharoff die israelische Delegation verstärkt, die parallel zur Friedenskonferenz von Madrid Gespräche mit  Libanesen führte.

Zum Palästina-Konflikt hat er sich indes selten geäußert – ein Thema, das gerade mit Blick auf den Siedlungsbau das deutsch-israelische Verhältnis belastet. Issacharoffs Credo, das Kapital eines Diplomaten sei Glaubwürdigkeit, Vorsicht und ein Nicht-Abweichen von der Wahrheit, dürfte ihm allerdings auch den Neubeginn in Berlin erleichtern.

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