Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Spuren der Gewalt in einem muslimischen Dorf in der Provinz Rakhine.
+
Spuren der Gewalt in einem muslimischen Dorf in der Provinz Rakhine.

Rohingyas auf der Flucht

Erneut Tote in Myanmar

Die anhaltende Gewalt in Myanmar fordert immer mehr Todesopfer. Aus dem Fluss Naf an der Grenze zu Bangladesh sind am Freitag 16 Leichen geborgen worden.

Die Gewalt in der Provinz Rakhine in Myanmar fordert immer mehr Opfer. Zahlreiche Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit fliehen derzeit vor der Gewalt in das benachbarte Bangladesch. Am Freitag wurden auf bengalischer Seite erneut 16 Leichen aus dem Grenzfluss Naf geborgen. Das teilte die Polizei mit. Ihre Todesursache stand zunächst nicht fest.

Seit Mittwoch wurden somit mindestens 39 Leichen aus dem Fluss geborgen - allesamt vermutlich Rohingya-Flüchtlinge. Erst am Vortag hatten Fischer 19 tote Rohingyas geborgen. Die zwölf Kinder und sieben Frauen der muslimischen Minderheit waren bei dem Versuch ertrunken, nach Bangladesch zu gelangen, als ihre Boote kenterten.

Zehntausende Rohingyas auf der Flucht

Vor der jüngsten Gewalt in Rakhine sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits geschätzt 18 000 Rohingyas in den muslimischen Nachbarstaat Bangladesch geflohen. Im Grenzgebiet sollen weitere Zehntausende Menschen nach Fluchtmöglichkeiten suchen.

Rund eine Million Rohingyas leben im buddhistischen Myanmar, wo sie verfolgt und ausgegrenzt werden. Myanmar erkennt die teils seit Generationen im Land lebenden Muslime nicht als Staatsbürger an. Vergangene Woche überfielen militante Rohingyas Polizei- und Militärposten. Dabei und beim Gegenschlag der Sicherheitskräfte wurden Schätzungen zufolge rund 100 Menschen getötet, die meisten von ihnen Rohingyas. Bangladesch verstärkte daraufhin seine Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze. Es beherbergt nach eigenen Angaben bereits 400 000 Rohingyas, will aber keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare