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Ermittlungen in den USA

Zeitgleich zu Ermittlungen: Donald Trump relativiert Steuervergehen

  • VonMirko Schmid
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Gegen Donald Trump laufen in den USA Ermittlungen. In New York werden der Trump Organization Steuervergehen vorgeworfen – der frühere US-Präsident reagiert mit Spott.

Sarasota, Florida - Donald Trump bleibt der politisch entscheidende Protagonist der Republikaner. Dazu braucht er kein Parteiamt. Wie alle aktuellen Umfragen belegen, wünscht sich die republikanische Basis und Wählerschaft mit großem Abstand ihr vermeintlich um seine Wiederwahl betrogenes Idol an der Spitze der Bewegung.

Donald Trump also, der keine Parteikarriere in der „Grand Old Party“ vorweisen konnte, bevor er Vorwahl um Vorwahl gewann. Der als Clown verspottet und belächelt wurde, bevor er sich die Partei de facto unterworfen hat. In Sarasota im „Sunshine State“ Florida steht Trump auf der Bühne. Er hat viel zu sagen an diesem Abend.

Donald Trump ist wieder auf Tournee.

Rund 90 Minuten schwört er seine Fans anlässlich des US-amerikanischen Unabhängigkeitstages auf „unser America“ ein. Häme hat Trump an diesem Abend für die üblichen Verdächtigen. Barack Obama bekommt genauso sein Fett weg wie Mitch McConnell. Der Fraktionsvorsitzende der Senatsrepublikaner gilt seit seiner Kritik an Trumps Reaktion auf die Erstürmung des Kapitols als Persona non grata im „Make America Great Again“ (MAGA)-Universum.

Donald Trump relativiert Steuervergehen - Staatsanwaltschaft ermittelt

Überraschender als das Abspielen dieser Evergreens ist allerdings eine Passage, während der Donald Trump den Bannstrahl seines Hohns auf die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates New York richtet. Trump kommentiert die Ermittlungen gegen seine Organisation mit einem Vergleich: „Die [Staatsanwälte in New York] verfolgen gute, hart arbeitende Leute, weil sie keine Steuern für einen Firmenwagen zahlen.“

Dann folgen einige aneinandergereihte Sätze. Wörtlich lauten sie: „Du hast keine Steuern auf diesen Firmenwagen gezahlt. Oder auf ein Firmen-Appartement. Du hast das Appartement genutzt, weil du es brauchtest. Weil du von dort, wo dein Haus ist, zu weit anreisen musstest. Du hast keine Steuern gezahlt. Oder Geld für die Bildung deiner Enkelkinder. Ich weiß es nicht einmal.“ Dann fragt Trump sein Publikum: „Hat irgendjemand von euch eine Antwort auf das Zeug?“

KonzernThe Trump Organization LLC
OrganisationMischkonzern und Holdinggesellschaft
Umsatz278 Millionen US-Dollar (2021, Wall Street Journal)
LeitungDonald Trump Jr. (CEO)
Eric Trump (VP)
Allen Weisselberg (CFO)

In den US-Medien wird seither darüber diskutiert, ob Donald Trump mit diesen Worten versucht haben könnte, eigene Steuervergehen zu relativieren. Die Staatsanwaltschaft von Manhattan hatte am Donnerstag (1. Juli 2021) 15 Anklagen gegen die Trump-Organisation eingereicht. Die Strafverfolgungsbehörde versucht zu beweisen, dass Trump-Finanzchef Weißelberg insgesamt 1,7 Millionen US-Dollar als Provision dafür erhalten hat, die Steuerschuld der Trump Organization zu frisieren. Weißelberg weist den Vorwurf von sich.

Donald Trump im Wahlkampfmodus: „We will make America great again“

Zum Abschluss seiner Kundgebung schaltet Donald Trump auf Pathos: „Wir werden nie, niemals aufgeben. Unsere Bewegung ist noch lange nicht am Ende. Tatsächlich hat sie gerade erst begonnen.“ Sein Appell: „Wir sind eine Bewegung, eine Familie und eine herrliche Nation.“

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Mit den letzten Worten seiner Rede feuert Donald Trump Spekulationen weiter an, wonach er im Jahr 2024 erneut einen Anlauf auf das Weiße Haus nehmen könnte. Unter tosendem Applaus seiner Fans verspricht der Anführer der MAGA-Bewegung: „Wir werden Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder reich machen. Wir werden Amerika wieder kraftvoll machen. Wir werden Amerika wieder stolz machen. Wir werden Amerika wieder sicher machen.“ Im Chor mit seinen Fans ruft er: „Wir werden Amerika wieder großartig machen.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © EVA MARIE UZCATEGUI/afp

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