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Erdogan will wieder Präsident werden - es soll das letzte Mal sein

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Von: Christian Weihrauch

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Laut Präsident Erdogan hat die Türkei vorab weder mit den USA noch mit Russland vorab über die Offensive gesprochen.
Recep Tayyip Erdogan will erneut Präsident werden (Archivfoto). © Christoph Soeder/dpa

Wahlkampf in der Türkei: Recep Tayyip Erdogan will sich erneut zur Wahl stellen. Es soll das letzte Mal sein.

Ankara - Er will es noch einmal wissen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan strebt offenbar ein weiteres Mandat. Im Falle eines Wahlerfolgs will er sich am Ende seiner Amtszeit zurückziehen.

Er bitte die Bevölkerung bei der Wahl im kommenden Jahr „zum letzten Mal“ um ihre Unterstützung, sagte Erdogan bei einer Rede in der nordtürkischen Stadt Samsun. Im Anschluss an ein mögliches weiteres Mandat sei es dann an der Zeit, den Staffelstab an jüngere Politiker weiterzureichen.

Erdogan tritt erneut an: Seit 2003 ist er an der Macht

Erdogan hofft auf einen Wahlsieg seiner islamisch-konservativen AKP bei der Abstimmung in der Türkei im Juni. Die Regierungspartei steht angesichts einer Inflationsrate von über 84 Prozent aber unter großem Druck.

Der 68-jährige Erdogan ist seit 2003 an der Macht, zunächst als Regierungschef und seit 2014 als Präsident. Seit 2018 verfügt er dank des Wechsels vom parlamentarischen Regierungssystem zu einem Präsidialsystem im Zuge einer Verfassungsreform über erweiterte Befugnisse.

Ukraine-Krieg: Erdogan will mit Selenskyj und Putin sprechen

Erdogan will am Sonntag (11. Dezember 2022) Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj führen. Ziel sei es, den mit dem Getreideabkommen eingerichteten Korridor für Frachtschiffe im Schwarzen Meer „zu stärken“, kündigte Erdogan am Freitag in Istanbul an. Details nannte er nicht.

Unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen hatten Russland und die Ukraine im Juli ein Abkommen zum Export ukrainischen Getreides über einen Korridor im Schwarzen Meer geschlossen. Die Vereinbarung beendete eine monatelange Blockade der ukrainischen Getreideausfuhren infolge des russischen Angriffskriegs. Die Schiffe auf dem Weg von oder in ukrainische Häfen werden in einem gemeinsamen Zentrum in Istanbul kontrolliert - durch Teams aus ukrainischen, russischen, türkischen und UN-Vertretern. (afp/chw)

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