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Nach Corona-Diagnose für Erdogan: Mehrere Festnahmen in der Türkei - Auch Promi-Schwimmer betroffen

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Von: Richard Strobl

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Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan hat Corona. © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte er am Samstag.

Update vom 6. Februar, 15.45 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist an Corona erkrankt (siehe Erstmeldung). Wegen „beleidigender Beiträge“ in den sozialen Medien in diesem Zusammenhang sind vier Menschen festgenommen worden, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag meldete. Nach vier weiteren werde gefahndet. Insgesamt würden mehr als 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher Beleidigung des Präsidenten und seiner Ehefrau Emine Erdogan untersucht.

Anadolu nannte keine Details zum Inhalt der Nachrichten. Die regierungsnahe Zeitung Sabah schrieb, einige Nutzer, gegen die nun ermittelt werde, hätten Erdogan auf Twitter indirekt den Tod gewünscht. Darunter sei der ehemalige türkische Nationalschwimmer Derya Büyükuncu. Sportminister Mehmet Kasapoglu kündigte Konsequenzen für den Sportler an.

Erdogan (67) und seine Ehefrau hatten am Samstag mitgeteilt, sie seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Präsident versicherte auch am Sonntag auf Twitter, es handele sich um einen milden Verlauf. Der Gesundheitszustand Erdogans ist in der Türkei immer wieder Thema. Im November waren Ermittlungen gegen Nutzer eingeleitet worden, die auf Twitter über den Tod des Präsidenten spekuliert hatten.

Türkei-Präsident Erdogan mit Corona infiziert - er meldet sich selbst zu Wort

Erstmeldung: Ankara - Die Türkei* sorgt sich aktuell um Präsident Recep Tayyip Erdogan*. Er hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Via Twitter teilte Erdogan mit, dass er und seine Frau* leichte Symptome verspürt hatten - ein anschließender Test sei positiv ausgefallen.

Nach Angaben des 67-Jährigen handelt es sich um die ansteckendere Omikron-Variante, die aber im Vergleich zu früheren Varianten des Virus meist zu milderen Verläufen führt. Der türkische Präsident* und seine Frau bleiben nun zu Hause - einem Berater zufolge zunächst einmal für eine Woche. Dann soll es neue Tests geben. In dieser Zeit werde Erdogan bei Bedarf per Videoschalte an Veranstaltungen teilnehmen, hieß es.

Der türkische Präsident war zuvor dreimal gegen Corona geimpft worden. Davon wohl mindestens zweimal mit dem chinesischen Impfstoff Sinovac. Das berichtet unter anderem die Berliner Zeitung.

Corona-Infektion trifft Erdogan in schwieriger Lage

Sinovac ist ein chinesischer Totimpfstoff, der laut WHO schon vor der neuen Omikron-Variante nur zu 51 Prozent vor einer Infektion geschützt haben soll. Allerdings soll er nach damaligen Angaben zu 100 Prozent vor schweren Verläufen geschützt haben.

Die Erkrankung trifft Erdogan in Krisenzeiten. Einerseits versucht der Präsident der Türkei im Ukraine-Konflikt zu vermitteln. Erst am Donnerstag hatte Erdogan den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew besucht. Auch ein Treffen mit Putin war geplant. Zudem kämpft die Türkei weiter mit einer enorm hohen Inflation. Die Rate lag zuletzt nur noch knapp unter 50 Prozent. (rjs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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