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NATO-Gipfel

Für „Stabilität und Wohlstand“: Erdogan will Dialog mit Griechenland wiederbeleben

  • VonJan Lucas Frenger
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigt auf dem NATO-Gipfel in Brüssel die Wiederbelebung des Dialogs mit Griechenland an.

Brüssel – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich im Rahmen des NATO-Gipfels am Montag (14.06.2021) in Brüssel zu einer möglichen Wiederbelebung des Dialogs mit Griechenland zur Lösung lang gehegter Konflikte geäußert. Laut der britischen Tageszeitung Independent sagte der Staatschef dabei sogar, dass die Wiederaufnahme von Gesprächen für „Stabilität und Wohlstand“ in der Region sorgen könnte.

Erst im Sommer letztes Jahres entbrannte erneut ein alter Mittelmeer-Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland, als die türkische Regierung um Erdogan Forschungsschiffe in Gewässer entsandte, die unter griechischer Hoheit stehen. Die Auseinandersetzungen in der Vergangenheit drehten sich in erster Linie um Grenzen sowie Vorkommen natürlicher Energiequellen und Ressourcen.

Erdogan: Gespräche zwischen Türkei und Griechenland nach langer Funkstille wieder aufnehmen

In den letzten Monaten trafen sich nach langer Funkstille nun Diplomaten beider Länder zu insgesamt zwei Gesprächsrunden – Informationen des Independent zufolge handelte es sich dabei um die ersten Gespräche dieser Art seit nunmehr fünf Jahren. Darüber hinaus waren auch die Außenminister beider Staaten auf gegenseitigen Treffen unterwegs.

Auch mit US-Präsident Joe Biden spricht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während des NATO-Gipfels in Brüssel.

„Ich glaube, die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der Türkei und Griechenland zur Lösung der beidseitigen Dispute der vergangenen Jahre, wird der Stabilität und dem Wohlstand unserer Region zugutekommen“, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan in einer Videobotschaft am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel.

Präsident Erdogan beim NATO-Gipfel: Gespräch mit US-Präsident Joe Biden

Im Rahmen des Gipfels wird Erdogan einige Gespräche mit bekannten Staatsoberhäuptern führen, darunter auch US-Präsident Joe Biden. Obwohl Biden den türkischen Staatschef erst im April erzürnte, als er die Massentötung und Abschiebung von Armeniern während der Ottoman-Ära in der Türkei als „Genozid“ bezeichnete, deutet sich jetzt eine friedvolle Beziehung an. Der türkische Präsident strebe dem Independent nach eine weniger feindliche Politik gegenüber dem Westen an, da er derzeit auf der Suche nach Investoren für sein von Wirtschafts- und Währungseinbrüchen geplagtes Land sei.

Laut Independent werden sich die Gespräche zwischen Erdogan und Joe Biden hauptsächlich um die Unterstützung kurdischer Kämpfer in Syrien durch die USA sowie den Erwerb eines russischen Luftabwehrsystems, durch den die Türkei vor Kurzem aus dem F-35-Programm flog, drehen. (Jan Lucas Frenger)

Rubriklistenbild: © Olivier Matthys/dpa

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