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Sollte Griechenland „keine Ruhe geben“: Erdogan droht Athen mit Raketenangriff

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Von: Markus Hofstetter

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Im Streit mit Griechenland um Inseln im östlichen Mittelmeer stößt der türkische Präsident Erdogan eine weitere Drohung aus. Sie ist durchaus ernst zu nehmen.

Istanbul - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan macht sich derzeit nicht viele Freunde. So blockiert er mit einem Veto den Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens, was die Bündnispartner verärgert. In Syrien und im Irak hat die Türkei mit Luftangriffen begonnen, ein Bodenoffensive könnte folgen. Russland und die USA hatten Ankara zuvor vor einer Offensive in Nordsyrien gewarnt.

Am bedrohlichsten sind jedoch die Spannungen mit Griechenland, die immer wieder aufflammen. So sagte Erdogan Anfang September mit Blick auf den Nachbarn: „Wir können plötzlich eines Nachts kommen.“ Am Rande des Europa-Gipfels Anfang Oktober in Prag hat der türkische Präsident eine ähnliche Warnung ausgesprochen

Erdogan droht Griechenland: Rakete „Tayfun“ könnte Athen treffen

Nun hat Erdogan im Streit um griechische Inseln im östlichen Mittelmeer indirekt mit einem Raketenangriff gedroht, sollte Griechenland „keine Ruhe geben“, berichtet merkur.de. Griechenland sei nervös, weil die von der Türkei entwickelte Rakete „Tayfun“ auch Athen treffen könne, sagte Erdogan am Sonntagabend bei einem Treffen mit Jugendlichen im nordtürkischen Samsun. „Diese Produktion macht die Griechen natürlich nervös. Du erwähnst Tayfun und der Grieche wird nervös.“

Erdogan
Recep Tayyip Erdogan hat Athen mit einem Raketenangriff gedroht (Archivbild) © Christoph Soeder/dpa

Die Griechen sagten, die Rakete könne Athen treffen. „Ja, natürlich wird sie das“, fügte er an. Wenn Griechenland in Bezug auf die Inseln keine Ruhe gebe, „wenn du versuchst, hier und da (uns) etwas wegzunehmen, dann wird ein Land wie die Türkei natürlich nicht tatenlos zusehen, sondern muss etwas tun.“

Streit zwischen Türkei und Griechenland: Rakete wurde bereits erfolgreich getestet

Hintergrund des Konflikts ist, dass die Türkei die Souveränität Griechenlands über zahlreiche bewohnte und unbewohnte griechische Inseln im östlichen Mittelmeer infrage stellt und den Abzug aller griechischen Truppen von diesen Inseln fordert. Zurzeit ist die Lage zwischen den beiden Nato-Partnern in der Ägäis äußerst angespannt. 

Die vom Rüstungshersteller Roketsan entwickelten ballistischen Rakete „Tayfun“ soll nach Angaben des Staatssenders TRT mindestens 300 Kilometer weit fliegen können, womit Athen tatsächlich in Reichweite wäre. Die Rakete war demnach im Oktober erfolgreich am Schwarzen Meer getestet worden.

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