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Staatschefs unter sich: Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan. (von links).
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Staatschefs unter sich: Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan. (von links).

Türkei

Erdogan und Putin vereinbaren Lieferung von Corona-Impfstoff Sputnik V

  • Alexander Seipp
    vonAlexander Seipp
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Die Türkei und Russland wollen stärker kooperieren. Vor allem geht es um die Bekämpfung des Coronavirus. Doch auch Tourismus, Syrien und Libyen spielen eine Rolle.

Ankara – Die Corona-Pandemie hat weite Teile des Erdballs weiterhin fest im Griff. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Russlands Präsident Wladimir Putin wollen nun zur Bekämpfung des Coronavirus stärker kooperieren. Am Dienstag (05.05.2021) sollen die beiden Staatsführer laut der Hurriyet Daily News miteinander telefoniert haben, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Laut einer Mitteilung des Kremls sei es bei dem Gespräch darum gegangen sein, wie man gemeinsam gegen das Virus vorgehen könne. Insbesondere ging es um die derzeitigen hohen Zahlen in der Türkei. Erdogan schickte sein Land daher erst vor kurzem erneut in einen harten Lockdown. Russland will offenbar in dieser Hinsicht stärker kooperieren und möglicherweise noch in diesem Monat Vorräte des eigens entwickelten Impfstoffes Sputnik V in die Türkei schicken.

Coronavirus: Erdogan und Putin planen gemeinsame Produktion von Impfstoff Sputnik V

Offenbar planen die beiden Staaten sogar, eine gemeinsame Produktion des Impfstoffes in der Türkei aufzubauen, schreibt die Hurriyet Daily News. Die Türkei hat den russischen Impfstoff Sputnik V bereits zugelassen und rechnet nun mit einer Lieferung von 50 Millionen Dosen. Die Europäische-Arzneimittel-Agentur Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes aus Russland angemerkt.

Auch der Tourismus war Thema der Gespräche von Erdogan und Putin. Derzeit hat Russland alle Flüge in die Türkei bis zum 1. Juni verboten, aufgrund der starken Verbreitung des Virus in der Türkei. Erdogan will „sicheren“ Tourismus für russische Touristen ermöglichen und arbeitet laut der Hurriyet Daily News an einem Plan, um diese wieder in die Türkei zu holen. Vor allem will er damit den wichtigen Tourismussektor vor der Pleite retten.

Erdogan und Putin: Die Türkei und Russland teilen den Nahen Osten unter sich auf

In Bezug auf die Krisenregionen Syrien, Bergkarabach und Libyen einigten sich Putin und Erdogan darauf, ihre Aktionen stärker abzustimmen. Russland und die Türkei spielen im Nahen Osten ein riskantes Spiel, in welchem sie manchmal auf derselben Seite stehen, ihre Stellvertreter aber auch gegeneinander ausspielen, um Vorteile zu bekommen.

So sorgte Putin etwa im vergangenen Jahr in Libyen mit dem Abzug von 1200 russischen Söldnern für das Scheitern der Offensive des von Frankreich unterstützen Generals Haftar und damit zum Sieg der von der Türkei unterstützten Regierung in Tripolis. Sowohl Putin als auch Erdogan betonten laut der Hurriyet Daily News jedoch, dass sie weiter an Lösungen für diese Krisenregionen arbeiten wollen, um die Lage dort zu stabilisieren. Was genau sich die Bevölkerung dieser Länder für die Zukunft wünscht, spielt in den Plänen Erdogans und Putins offenbar keine Rolle. (als)

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