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Erdogan provoziert mit neuem Nazi-Vergleich

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Europa erneut mit Nazi-Beschimpfungen überzogen.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Europa erneut mit Nazi-Beschimpfungen überzogen. © Kayhan Ozer (Pool Presidential Press Service/)

In einer Wahlkampfrede wählt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut drastische Worte.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Türken in Europa aufgerufen, im Referendum über das Präsidialsystem mit Ja zu stimmen, um "den Enkeln der Nazis" eine Antwort zu geben.

"Lasst (die Beteiligung) höher sein und sagt Ja an der Wahlurne. Gebt eine Antwort jenen, die mit faschistischen Praktiken Druck ausüben - den Enkeln der Nazis", sagte Erdogan am Montag in einer Wahlkampfrede in Rize.

Erdogan lobte darin die Türken in Europa für ihre hohe Beteiligung an der Volksabstimmung über die umstrittene Verfassungsänderung. Die Türken in Deutschland und anderen EU-Staaten können vom 27. März bis zum 9. April in türkischen Konsulaten und anderen Wahllokalen ihre Stimme abgeben. In der Türkei selbst wird erst am 16. April über die kontroverse Reform abgestimmt, mit der Erdogans Machtfülle zementiert werden soll.

In den vergangenen Wochen hatte es in Deutschland, den Niederlanden und Österreich eine heftige Kontroverse um Auftritte türkischer Minister gegeben, die in Europa vor ihren Landsleuten für das Präsidialsystem werben wollten.

Nachdem mehrere Auftritte abgesagt worden waren, hatte Erdogan Deutschland und den Niederlanden "Nazi-Methoden" vorgeworfen, was in Europa für Unverständnis und scharfe Kritik sorgte. (afp/dpa)

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