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Während Erdogan mehr Sicherheit durch den neuen Istanbul-Kanal verspricht, befürchten Gegner schwere Folgen durch das Projekt.
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Während Erdogan mehr Sicherheit durch den neuen Istanbul-Kanal verspricht, befürchten Gegner schwere Folgen durch das Projekt.

Bau kostet 15 Milliarden

Istanbul-Kanal: Erdogans „verrücktes Projekt“ sorgt in der Türkei für Ärger

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
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In Istanbul startet der Bau eines kilometerlangen neuen Kanals. Präsident Erdogan wird für sein Vorhaben scharf kritisiert.

Istanbul – „Heute öffnen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der Entwicklung der Türkei.“ Bei einer Zeremonie am Samstag (26.06.2021) legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Grundstein für ein riesiges Bauprojekt in Istanbul. Der so genannte Istanbul-Kanal gilt als ambitioniertes Prestigeprojekt des Präsidenten. Doch sein Vorhaben gilt als heftig umstritten. Fachleute warnen vor irreparablen Schäden am Ökosystem um Istanbul - und davor, dass Trinkwasserressourcen gefährdet würden.

Istanbul-Kanal: Erdogan verspricht mehr Sicherheit durch den riesigen Bau

Der Istanbul-Kanal soll parallel zum Bosporus verlaufen, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer und dem Mittelmeer verbindet. Durch den Bau des neuen 45 Kilometer langen Kanals wird nach Angaben der türkischen Regierung der Verkehr im Bosporus entlastet – dies sei insbesondere im Hinblick auf zahlreiche vergangene Schiffsunglücke auf der wichtigen Wasserstraße nötig.

Der neue Kanal solle daher vor allem für mehr „Sicherheit“ sorgen, indem er das Unfallrisiko senkt, so Erdogan in seiner Rede zum Start des Projekts. Aber auch die Chance, dass die Türkei eine wichtigere Rolle im Welthandel erlangt, sei ausschlaggebend für den Start des gigantischen Projekts gewesen. Bereits 2011 wurde das „verrückte Projekt“, wie Erdogan es selbst bezeichnet, erstmals vorgeschlagen und dann vor drei Jahren wiederbelebt.

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Erdogan und der Istanbul-Kanal: Gegner sehen Schifffahrtsgesetz gefährdet

Der Bau soll des 15 Milliarden schweren Projekts soll nach Angaben des Präsidenten in sechs Jahren abgeschlossen sein. Der erste Schritt ist eine 840 Meter lange achtspurige Brücke. Kritiker:innen des Istanbul-Kanals befürchten massive Umweltschäden sowie eine ansteigende Gefahr von Erdbeben. Außerdem werde der Vertrag von Montreux gefährdet. Das seit 1936 bestehende Schifffahrtsgesetz  regelt die Durchfahrt im Bosporus und in den Dardanellen, wodurch etwa die Passage ziviler Schiffe in Kriegs- und Friedenszeiten gewährleistet wird. (Teresa Toth)

Auch ehemalige Admirale übten Kritik an dem milliardenschweren Bauprojekt und setzten ein Schreiben auf, in dem sie Gründe gegen den Kanal nannten. Daraufhin leitete die Generalstaatsanwaltschaft in Ankara ein Ermittlungsverfahren ein.

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