Klimagipfel

Entwicklungsminister boykottiert Klimakonferenz

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Gerd Müller (CDU) reist stattdessen nach Afrika

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) warnt unmittelbar vor der UN-Klimakonferenz in Madrid vor zunehmenden Migrationsbewegungen als Folge der Erderwärmung. „Der Klimawandel führt in vielen Teilen Afrikas zu neuem Hunger, Not und Elend. Das ist die Basis für Kriege und Terror“, sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nur die wenigsten „Klimaflüchtlinge“ in Afrika machten sich derzeit auf den Weg nach Europa. Das könne sich aber mit der Zeit ändern.

„Wir gehen im Augenblick von circa 20 Millionen ‚Klimaflüchtlingen‘ in Afrika aus“, so der CSU-Politiker. „Wenn die Erderwärmung sich weiter fortsetzt, könnten es nach Einschätzung von Experten in zehn Jahren bereits 100 Millionen sein. Dann wird der Migrationsdruck nach Europa dramatisch steigen.“ Müller reist an diesem Samstag gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach Äthiopien. Zu seiner Reise ins Grenzgebiet zum Südsudan sagte der Minister: „In der Region sind der Klimawandel und seine Auswirkungen brutal angekommen. Da hat es seit drei Jahren so gut wie nicht geregnet“, so Müller weiter.

„In Afrika zeigt sich, wie der Klimawandel zunehmend die Lebensgrundlagen von Menschen zerstört.

Müller kritisierte die UN-Klimakonferenzen, am Treffen in diesem Jahr nimmt er demonstrativ nicht teil. „Wir brauchen nicht jedes Jahr eine Weltklimakonferenz in dieser Dimension. Es ist ineffektiv, wenn bis zu 30 000 Teilnehmer jedes Jahr für zwei Wochen rund um den Globus fliegen.“

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