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Trump soll Merkel laut neuen Büchern schwer beleidigt haben

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Von: Lucas Maier

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Politik in den USA: Buch zeichnet Blaupause zu der Macht von Donald Trump
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. (Archivfoto) © Todd Mcinturf/dpa

Die Amtszeit von Donald Trump ist längst vorüber. Zwei Veröffentlichungen lassen sie jedoch nochmal aufleben, mit all ihren Skandalen und Enthüllungen.

Washington – Skandale gibt es rund um den Ex-Präsidenten Donald Trump wohl mehr als genug. In der Neuveröffentlichung „Confidence Man“ bringt die Reporterin der New York Times, Aggie Haberman, noch mehr brisante Details ans Tageslicht. Die britische Tageszeitung The Guardian schreibt gar von einem „forensischen Bericht über den Schaden, den er (Donald Trump) Amerika zugefügt hat“.

Trump soll beispielsweise Angela Merkel während seiner Amtszeit als „Bitch“ bezeichnet haben. Auch für andere Politiker:innen soll der damalige Präsident beleidigende Kosenamen gehabt haben, wie der TV-Sender ProSieben berichtet. Dabei ist „Confidence Man“ nicht das einzige Buch, das zurzeit für Enthüllungen rund um Donald Trump sorgt.

Donald Trump: Die Droge, von der die USA nicht die Finger lassen können

Was hinter der Macht von Donald Trump steckt und wie er so weit nach oben klettern konnte, hat das Journalistenehepaar Susan Glasser und Peter Baker etwa in ihrem neuen Buch „The Divider: Trump in the White House“ zusammengefasst. Das Buch ist bisher wohl eine der detailreichsten Zusammenfassungen seiner Amtszeit. Frei überbesetzt bedeutet der Titel so viel wie „Der Spalter: Trumps Amtszeit im weißen Haus“.

„Trump ist wie eine Droge, von der Millionen Amerikaner nicht lassen können“, sagten die Journalist:innen gegenüber dem Spiegel. Eines scheint klar zu sein, Trump hat die USA in seiner Amtszeit grundlegend verändert, allen voran seine Partei, die der Republikaner. Mit einem Appell an die Angst und Wut der Parteibasis, wollte Trump diese für sich gewinnen, so Glassar gegenüber dem Spiegel. Die Macht des Ex-Präsidenten fußt laut Baker auf zwei Prinzipien. Zum einen haben seine Partei-Kolleg:innen gesehen, was mit denen passiert, die sich gegen Trump stellen. Zum anderen sehen sich die „kritischen“ Republikaner:innen wohl selbst in der Unterzahl, wie er gegenüber dem Spiegel anhand eines Zitats verdeutlicht.

USA: Sind die Republikaner zu Feinden der Verfassung mutiert?

Auf die Frage, ob die Republikaner während der Amtszeit von Donald Trump zu Feinden der US-Verfassung geworden sind, antwortet Glasser, die für das Magazin New Yorker als Reporterin tätig ist: „Es ist schwer, zu einem anderen Schluss zu kommen.“ Ihre Sicht begründet sie damit, dass die Partei sich nicht von Trump distanziert hatte, als dieser die Wahlen 2020 anzweifelte. „Das ist ein fundamentaler Bruch unserer Verfassung“, Glasser gegenüber dem Spiegel.

„Seine Aufgabe war es nicht, Dinge zu erledigen, sondern bestimmte Dinge zu verhindern, Katastrophen zu verhindern“, zitiert die New York Times aus „The Divider“. Dieser Satz stehe sinnbildlich, für ein Dutzend von Gehilfen, die während Trumps Legislatur stets damit beschäftigt waren, kleinere und größere Katastrophen zu verhindern, schreibt die New York Times.

Politik in den USA: Trump schürt Angst und Wut anstatt politische Ziele zu verfolgen

Die Republikaner scheinen sich laut Glasser reformiert zu haben. Weg von einer Partei mit politischer Überzeugung, hin zu einer Partei, die lediglich dem Kult um Donald Trump dient, wie die 53-Jährige gegenüber dem Spiegel zu verstehen gibt.

Ob der mittlerweile 76-Jährige nochmal als Kandidat antreten wird, steht bisher noch nicht fest. „Wenn man Geld daraufsetzen wollte, dann sollte man darauf wetten, dass er noch einmal antritt“, Peter Baker im Spiegel-Interview. (Lucas Maier)

Zuletzt äußerte das FBI den Verdacht, dass Donald Trump weitere Geheimdokumente versteckt haben könnte.

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