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Energiekrise: So sieht Lindners Entlastungspaket aus

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Von: Moritz Serif

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Christian Lindner
FDP-Chef und Bundesfinanzminister: Christian Lindner. © Kay Nietfeld/dpa/picture alliance

Lindner möchte unter anderem das Kindergeld erhöhen. Welche Entlastungen der Finanzminister noch plant, lesen Sie im Artikel.

Berlin – Christian Lindner, FDP-Chef, möchte die Steuerzahler:innen im Jahr 2023 um 10,1 Milliarden Euro entlasten. Laut Spiegel möchte der Finanzminister die Inflationsgewinne des Staates aus 2022 zurückzahlen und das Kindergeld erhöhen. Auch im Jahr 2024 soll es Entlastungen geben - von rund vier Milliarden Euro.

Grundfreibetrag und Steuertarif sollen an die Inflationsrate angepasst werden. Dadurch gilt jeder Steuersatz erst bei einem um die Inflationsrate nach oben korrigierten Einkommen. So steige der Grundfreibetrag von derzeit 10.348 Euro auf 10.633 Euro im Jahr 2023 und 10.933 im übernächsten Jahr.

Lindners Entlastungen: Spitzensteuersatz gilt erst bei höheren Einkommen

2023 soll der Spitzensteuersatz bei einem zu versteuernden Einkommen von 61.972 Euro gelten, 2024 bei 63.521 Euro. Dadurch bekommen Menschen, die mehr Geld verdienen, mehr zurück als solche, die ein niedriges Einkommen haben. Allerdings sollen laut Spiegel Bürger:innen mit sehr hohen Einkommen nicht im vollen Umfang profitieren.

Die Einkommensgrenze, ab welcher der Reichensteuersatz von 45 Prozent gilt, soll nicht angepasst werden. Einkommen, welche die Grenze von 227.826 Euro überschreiten, werden demnach nicht entlastet. Außerdem steigt das Kindergeld für die ersten beiden Kinder 2023 um acht auf 227 Euro. Wer drei Kinder hat, bekommt sechs Euro mehr. Steuerzahler:innen sollen ihre Rentenbeiträge ab dem kommenden Jahr voll absetzen können.

Steuerentlastungen: So will Lindner die Kosten aufteilen

Nach Lindners Plan tragen Bund und Länder die Kosten zu je 42, 5 Prozent - Kommunen sollen die restlichen 15 Prozent übernehmen. Der Finanzminister habe einen Reserveposten in Höhe von rund neun Milliarden Euro eingestellt. Laut Spiegel könnte sich der Vorschlag des Politikers noch ändern. Expert:innen rechnen damit, dass die Preissteigerungsrate bei etwa acht Prozent liegen und im kommenden Jahr nicht auf 2,5 Prozent fallen werde.

Außerdem könnten SPD und Grüne dagegen stimmen, Inflationsgewinne vollständigen an alle Steuerzahler:innen zurückzuzahlen. Möglicherweise komme eine endgültige Version erst bei einem Koalitionsgipfel zustande. (mse)

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